Artikel mit ‘Urban Exploration’ getagged

Titelbild Februar 2010: das Stahlwerk

Montag, 08. Februar 2010

Für den Weitblick im Titelbild dieses Blogs sorgt im Februar ein GigaPan-Panorama. Geschossen wurde es im Landschaftspark Duisburg bereits im Dezember 2008.Vom Gigapixel ist das Bild übrigens weit entfernt, es kommt “nur” auf 180 Megapixel.

In der Zwischenzeit wurde der GigaPan-Imager gepimpt und weitere GigaPans damit fotografiert. Wenn auch nicht ganz so viele wie ich gehofft hatte. Mal schauen was dieses Jahr in Sachen GigaPixel bringt.

Titelbild Dezember 2009: der Urban Explorer

Sonntag, 20. Dezember 2009

Das Dezemberbild war ja schon im Mai diesen Jahres zu sehen. Ziel der Aufnahme war es das hier eingesetzte Tragesystem zu fotografieren.  Die Point-n-Shoot stand auf dem Gorillapod und mangels Fernauslöser wurde mit Intervalltimer ausgelöst.

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Dumm nur das bei der Frontalaufnahme der Gesichtsausdruck völlig entgleist war. Also schnell ein “unbemanntes” Bild in GIMP hinterlagert, eine Maske gepinselt und schon war das Selbstbildnis fertig.

Warten auf den Countdown

Sonntag, 12. Juli 2009

Zu übersehen sind die Strukturen zwar nicht, aber Bäume und Sträucher verbergen den Startkomplex wirksam vor den Augen der Welt. Das Bewegen auf dem Gelände ist gefährlich, Gebäude und Rampen sind stark verfallen. Doch irgendwann steht man vor ihnen, große Raketen in unterschiedlichen Stadien des Aufbaus. Nur zwei tragen bereits ihre Nutzlast.
Fotografieren erscheint unmöglich, zu sehr ist alles zugewuchert, zu instabil sind die schon lange verlassenen Bauten.

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Doch unter der Startrampe, dort wo in Tausenden von Tonnen Beton die rechteckigen RoTrans-Triebwerke in Viererformation eingebettet scheinen, dort ist eine Begehung möglich. Ein unglaublicher Anblick, der sich auf dem früheren Betriebsgelände von North Central Positronics (NCP) bietet.

Häh, hat er jetzt völlig den Verstand verloren? Das sollen die Triebwerke von Raketen sein und nicht etwa die Dosiertrichter von Erzbunkern?
Ja, entstanden ist diese Aufnahme tatsächlich in den Erzbunkern von Terre Rouge (Belgien Luxemburg) und weder NCP noch die Sombra Corporation sind mit von der Partie (soweit mir bekannt).

Aber angeregt durch Diskussionen (später mehr) in einigen Nachbarblogs und Foren kamen mir in den letzten Tagen die Worte eines bekannten amerikanischen Fotografen immer wieder in den Sinn:

“When I looked at things for what they Are,
I was fool enough to persist in my folly
and found that each photograph was a mirror of my Self.
So I turned 180 degrees and looked the opposite way at …”

(Fortsetzung im nächsten Blogpost).

Bildausbaute Autofriedhof

Sonntag, 14. Juni 2009

Eine kleine Fotoauswahl von meinem Besuch im Süden Belgiens. Diese Fundstelle ist definitiv anders als bspw. der Autofriedhof im schweizerischen Kaufdorf / Gürbetal.

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Nachtrag 2009-06-20: Matthias’ Kommentar hat mich daran erinnert auf mein zugehöriges Flickr-Album zu verlinken.

Autofriedhof in der Wallonie

Dienstag, 09. Juni 2009

Wieder hatte es mich in die Wallonie gespült. Ein kleines Dorf von viel Wald umgeben. Zwischen Feldern befindet sich unmittelbar neben der Straße ein ganz kleines Wäldchen und dort fand ich dies.

[Feed-Abonnenten: direkt auf YouTube oder Vimeo ansehen]

Wie es zu diesem Autofriedhof kam ist schnell erklärt. Ganz in der Nähe gibt es einen großes Militärcamp alliierter Truppen. Die amerikanischen Soldaten brachten oft ihre Fahrzeuge mit. Wenn ein Fahrzeug verunfallte oder der Besitzer wieder weiterzog, dann wurde das Fahrzeug oft in diesem Waldstück abgestellt.
Irgendwann in den letzten 30 Jahren muß diese Praxis dann aufgehört haben. Ein Teil des Waldes wurde abgeholzt, machte Acker- und Weideflächen platz. Die alten Autos, die blieben, unbehelligt bis heute. Keine Klagen über Umweltverschmutzung, keine Nationalausstellung um das ‘Kulturgut’ zu retten, kein Eintrittsgeld und ein Zaun der ebenso vor sich hin rottet wie die alten Karossen.

Auch wenn man’s im Video nicht sieht, aber viel ist von den Fahrzeugen nicht mehr übrig. Alles von (Erinnerungs-)Wert verschwand, Marke und Modell der Fahrzeuge sind oft nur für sachkundige Oldtimerfans erahnbar, manchmal nicht mehr das.
Die Natur holt sie sich langsam zurück.

(Foto)Rucksack für Urban Explorer

Mittwoch, 13. Mai 2009

Nein, normal ist das nicht. Weder die Urban Exploration an sich, noch dabei zu fotografieren. Trotzdem tue ich beides und die (umfangreiche) Ausrüstung zur Location zu bringen ist eine Herausforderung: das schafft kaum eine Fototasche. Aber seht selbst.

Der Anwendungsfall. Wenn’s um Fototaschen geht, ist mein Grundsatz einfach: für jeden Zweck gibt es eine beste Fototasche. Doch wie sehen die Anforderungen eines Urbexers aus?

  • Zugang zur Location ist nur zu Fuß möglich
  • Der Marsch zur Location kann 30 Minuten dauern
  • Hin- und Rückweg führen durch unwegiges Gelände, steile Hänge und durch Wald und Gestrüpp; das Gepäck darf dabei nicht im Weg sein und muss bombenfest sitzen
  • Der Fotograf soll auf dem Hin- und Rückweg nicht gleich als Urbexer zu erkennen sein (naja …)
  • Alles muss in einer Tasche transportiert werden, aber …
  • … die Tasche dient nur zum Transport
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Was soll transportiert werden? Alles was ich für einen vier- bis siebenstündigen Fotoausflug zu Fuß brauche. Also:

  • DSLR, vier Objektive, Point-and-Shoot Kamera, Tragesystem
  • drei Speedlights, Lightspheres, Filterfolien, Auslöser
  • Ersatzakkus, Speicherkarten, Fernauslöser, Reinigungsmaterial
  • Klemmstative, Manfrotto Magic Arm, Gorillapod
  • persönliche Schutzausrüstung, Erste-Hilfe-Set
  • Nahrung, 1.5 Liter Wasser

Ausgepackt sieht das dann ungefähr so aus wie im folgenden Bild dargestellt. Das Gewicht der Ausrüstung lag in diesem Beispiel bei ca. 15 Kilo. (weiterlesen…)

Inhalte der Serie "Fototaschen"

  1. Rucksack-Rudi und der Fotorucksack
  2. (Foto)Rucksack für Urban Explorer
  3. Allzeit bereit: Ausrüstung ‘am Mann’ tragen

Selbstportait eines Urban Explorers

Sonntag, 10. Mai 2009

Bei der Vorbereitung von zwei Artikeln der Serie ‘Fototaschen‘ konnte ich mir das herumspielen in der Bildbearbeitung nicht verkneifen :-)

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Vertigo

Samstag, 14. März 2009

Hello, hello, I’m in a place called vertigo, it’s everything I wish I wouldn’t know … U2, How to Dismantle an Atomic Bomb, Vertigo

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Foto-Echo: UrbEx auf der anderen Seite der Welt

Sonntag, 07. Dezember 2008

In der Artikelserie ‘Foto-Echo‘ greife ich mir ein Foto aus meinem Archiv und denke darüber nach wie sich meine Fotografie im Lauf der Zeit entwickelt und was mir bei der Fotografie wichtig ist.

… wie es war als ich zum ersten Mal eine längst verlassene Eisenhütte besuchte, auf der anderen Seite der Welt, in New South Wales, Australien. Das Jahr ist 2004, es ist die Zeit zwischen den Jahren und es ist brüllend heiß. Willkommen im Land wo Weihnachtsfeiern am BBQ-Grill unter freiem Himmel stattfinden.

2004-52-0026-e01_Lithgow_Furnace_Blast-webgal.jpg Kurz vor Weihnachten hatte ich die Arbeiten an einem Projekt in Melbourne abgeschlossen und spontan die Möglichkeit genutzt einen zweiwöchigen Roadtrip durch den australischen Südosten zu machen. Here we are.
Verlassene Häuser, Städte, Industrieflächen – all das ist in Australiens Geschichte seit der Besiedlung durch Europäer ganz alltäglich. (weiterlesen…)

Urbex-Scouting: ich muß draußen bleiben …

Donnerstag, 04. Dezember 2008

Das Jahr geht zu Ende, es ist noch reichlich Resturlaub übrig und so sitze ich an einem Freitag in aller Frühe im Auto und fahre nach Luxemburg. Auf dem Programm steht ein altes Stahlwerk, von dem nur noch die Erzbunker und die Wärme-Kraft-Kopplungs übrig sind: Terre Rouge.

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Luxemburg ist wie die Wallonie eine Region welche wirtschaftlich eine wechselhafte Geschichte durchlebt hat. Mit der Industriealisierung und der Ausschöpfung der Bodenschätze kam der Aufschwung, mit der zunehmenden Globalisierung kam der ruinöse Kostendruck und schliesslich die Schliessung von Standorten.

Was man andernorts weiter gebrauchen konnte wurde demontiert und fortgeschafft, andere Überreste früherer Geschäftigkeit ließ man stehen und überließ sie dem Zerfall. Im Fall von Terre Rouge wird das Erz bis heute (weiterlesen…)

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