Zu übersehen sind die Strukturen zwar nicht, aber Bäume und Sträucher verbergen den Startkomplex wirksam vor den Augen der Welt. Das Bewegen auf dem Gelände ist gefährlich, Gebäude und Rampen sind stark verfallen. Doch irgendwann steht man vor ihnen, große Raketen in unterschiedlichen Stadien des Aufbaus. Nur zwei tragen bereits ihre Nutzlast.
Fotografieren erscheint unmöglich, zu sehr ist alles zugewuchert, zu instabil sind die schon lange verlassenen Bauten.
Doch unter der Startrampe, dort wo in Tausenden von Tonnen Beton die rechteckigen RoTrans-Triebwerke in Viererformation eingebettet scheinen, dort ist eine Begehung möglich. Ein unglaublicher Anblick, der sich auf dem früheren Betriebsgelände von North Central Positronics (NCP) bietet.
Häh, hat er jetzt völlig den Verstand verloren? Das sollen die Triebwerke von Raketen sein und nicht etwa die Dosiertrichter von Erzbunkern?
Ja, entstanden ist diese Aufnahme tatsächlich in den Erzbunkern von Terre Rouge (Belgien Luxemburg) und weder NCP noch die Sombra Corporation sind mit von der Partie (soweit mir bekannt).
Aber angeregt durch Diskussionen (später mehr) in einigen Nachbarblogs und Foren kamen mir in den letzten Tagen die Worte eines bekannten amerikanischen Fotografen immer wieder in den Sinn:
“When I looked at things for what they Are,
I was fool enough to persist in my folly
and found that each photograph was a mirror of my Self.
So I turned 180 degrees and looked the opposite way at …”
(Fortsetzung im nächsten Blogpost).