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26C3: Photography & the Art of Doing it Wrong

Mittwoch, 06. Januar 2010

Berlin, Ende Dezember. Die junge amerikanische Fotografin Audrey zeigt (Video) wie Mißgeschicke und ungewöhnliche Ideen zu ungewohnten Bildern führe.

Audrey beginnt mit ein paar Klassikern: einer achtstündigen Belichtung von Niépce auf Bitumen of Judea, wie es Daguerre aus Versehen gelang den ersten Mensch in einem Foto festzuhalten und mit ein paar anderen Beispielen wie die ersten Fotografen eben auch Bastler und Hacker waren.

Experimental artists, like hackers, use the flaws and weaknesses of their medium to bend it to their will. New techniques are often discovered by accident or through questioning “what happens if I…?”

Und so sind Ihre Projekte schon eher ungewöhnlich. Beschädigte Bilder einer defekten Speicherkarte gehören genauso dazu wie angekokelte Dias und Filmschnipsel die auf einem Stück Papier mit Nadel und Faden zusammengenäht wurden um anschließend in einer Großformatkamera zu landen.

Gefällt’s? Vielleicht, vielleicht auch nicht. Die spielerische Kreativität mit der das Medium Fotografie zu allen möglichen Zwecken “verbogen” wird ist auf jeden Fall erfrischend. Mit solchen Ideen im Hinterkopf muss auch 2010 wieder zu einem interessanten fotografischen Jahr werden.

So so, Film ist also viel besser als digital …

Samstag, 19. Dezember 2009

Endlich sagt’s mal einer wie’s ist. Der Ken Rockwell hat nämlich herausgefunden das Film viiiiiel besser ist als die digitale Fotografie, mehr Dynamikbereich, mehr Megapixel für’s Geld, es geht ohne Computer, gibt weniger Stress mit Frau / Freundin und überhaupt.

SONY DSC

Der Kim Brebach allerdings, der ist eine richtige Dumpfbacke. Der liest nämlich Ken’s Artikel, denkt sich “Aha” und probiert’s selbst aus. Dabei stellt er sich aber ziemlich ungeschickt an und sagt anschließend: “Stimmt ja alles gar nicht, Film ist doof!”.

Herr, wirf Hirn vom Himmel! Seit einem viertel Jahrhundert ziehe ich Film durch Kameras, fotografiere seit Jahren auch digital, aber so ein schlampiges, hirnloses Geschreibsel wie von den beiden oben genannten Herren habe ich noch selten gelesen.
Kein Klischee das die Gentlemen nicht dreschen, keine Milchmädchenrechnung die nicht gemacht wird, dafür aber pfundweise Blauäugigkeit und verschweigen von wichtigen Informationen.

Ich mag sowohl die Fotografie auf Film wie auch die Digitalfotografie, aber mit solchen Beiträgen werden interessierte Leute einfach nur geneppt. Und das alles nur um ein bißchen Google Juice zu bekommen?

So so, Film ist also wieder ‘in’

Mittwoch, 04. Februar 2009

Agfa ist längst abgewickelt, meine SCALA-Vorräte im Gefrierschrank gehen langsam zur Neige, Polaroid produziert keine Filme mehr (jaja, vielleicht ab 2010 wieder unter anderer Flagge) und bei Kodak und Fuji wird die Produktpalette immer schlanker.
Doch halt, was hör ich da? Manch Blognachbar der die Benutzung von Film in der Fotografie als ‘Analoge Fotografie’ bezeichnet, scheint langsam Interesse am Medium zu finden.

Zuerst schwappte auch diese Welle irgendwie aus den USA herüber (ich denke da an Jim M. Goldstein) und plötzlich hört man da in der deutschen Foto-Bloggerszene auch immer mehr drüber.
Ob als Kombination mit Holgas und Konsorten, oder als Einwegkamera, mit einem günstig geschossenen Mittelformatschatz, einer Zweiäugigen oder als SLR, an welche zufällig die gleichen Objektive passen wie an die  ‘richtige’ (D)SLR.

Anyway: willkommen all Ihr Experimentierfreudigen, willkommen in einer Welt jenseits des ‘Instant’ und des ‘Chimping’.
Wen der Hype völlig vereinnahmt hat, dem biete ich gerne auch einen kostenlosen Kurs in Diarahmung und Dia-AV an. Vielleicht bekomme ich dann endlich mal meine 60+ Filme aus 2008 gerahmt und jemand packt das große Leuchtpult in seinen Bulli … ;-)