Eine kleine Fotoauswahl von meinem Besuch im Süden Belgiens. Diese Fundstelle ist definitiv anders als bspw. der Autofriedhof im schweizerischen Kaufdorf / Gürbetal.
Nachtrag 2009-06-20: Matthias’ Kommentar hat mich daran erinnert auf mein zugehöriges Flickr-Album zu verlinken.
Wieder hatte es mich in die Wallonie gespült. Ein kleines Dorf von viel Wald umgeben. Zwischen Feldern befindet sich unmittelbar neben der Straße ein ganz kleines Wäldchen und dort fand ich dies.
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Wie es zu diesem Autofriedhof kam ist schnell erklärt. Ganz in der Nähe gibt es einen großes Militärcamp alliierter Truppen. Die amerikanischen Soldaten brachten oft ihre Fahrzeuge mit. Wenn ein Fahrzeug verunfallte oder der Besitzer wieder weiterzog, dann wurde das Fahrzeug oft in diesem Waldstück abgestellt.
Irgendwann in den letzten 30 Jahren muß diese Praxis dann aufgehört haben. Ein Teil des Waldes wurde abgeholzt, machte Acker- und Weideflächen platz. Die alten Autos, die blieben, unbehelligt bis heute. Keine Klagen über Umweltverschmutzung, keine Nationalausstellung um das ‘Kulturgut’ zu retten, kein Eintrittsgeld und ein Zaun der ebenso vor sich hin rottet wie die alten Karossen.
Auch wenn man’s im Video nicht sieht, aber viel ist von den Fahrzeugen nicht mehr übrig. Alles von (Erinnerungs-)Wert verschwand, Marke und Modell der Fahrzeuge sind oft nur für sachkundige Oldtimerfans erahnbar, manchmal nicht mehr das.
Die Natur holt sie sich langsam zurück.
Da hat in einem beschaulichen Dorf in der Nähe von Bern ein Mann die Autoverwertung seines Vaters geerbt. Inklusive einem Stück Wald, in dem hunderte von Oldtimern (fast) aller Zeitalter stehen. Die Natur hat sich dieser Oldtimer im Lauf der Jahrzehnte angenommen – allemal ein faszinierendes Motiv.
Manchmal ist es wirklich zum heulen mit Fotogelegenheiten: man sieht’s im Web oder im TV, merkt sich’s … um es dann wieder zu vergessen.
So ging es mir mit dem Autofriedhof in Kaufdorf (Schweiz, in der Nähe von Bern, gesehen vom Flickr-User kusito). Im letzten Jahr wurde ich durch einen TV-Bericht aufmerksam darauf, dann fiel die Idee in das stets offene Grab aufgeschobener Pflichten und dieser Tage lief es dann wieder in den TV-Nachrichten.