Fotograf? Was bin ich eigentlich?
Montag, 07. Juli 2008“Sind Sie Fotograf?” Da steht sie nun vor mir, die ältere Dame, und schaut fragend zu mir auf. Von meinem Nacken baumeln drei Pfund Kamera und in der Tasche schleppe ich noch mehr Fotogeraffel mit mir rum.
Was antworte ich der Frau jetzt? Klar, ich bin Kamerabenutzer, aber da der Begriff Fotograf immer noch eine Handwerkliche Berufsbezeichnung ist und ich nicht in einer Handwerksrolle eingetragen bin (kostenpflichtig) , kann ich wohl nicht “ja” sagen.
Professioneller Fotograf oder Berufsfotograf bin ich nun mal nicht, meinen Lebensunterhalt muss ich mit meinen Fotos (gottlob) nicht verdienen.
Natürlich habe ich auch nie einen der einschlägigen Berufe dieses Gewerbes erlernt.
Ist die Fotografie für mich eine Liebhaberei, ein Hobby? Ja, eigentlich schon - nur habe ich die mitleidigen Blicke beim Outing als Amateurfotograf (lt. Wikipedia) oder Foto-Amateur auch schon irgendwie satt.
Aus dem Englischen stammt da noch der Begriff des Photo Enthusiast. Die ältere Dame wird’s nicht verstehen und ich denke bei dem Begriff eher an ein kleines, strubbeliges Männchen mit glasigen Augen und einer an der rechten Hand festgewachsenen Kamera, das sein Gesicht von innen an die Tür eines davonbrausenden Krankenwagens presst.
“Berufsfotograf bin ich nicht, ich mach das als Hobby” antworte ich ihr.
Und Du? Was antwortest Du?







