Adobe: We Love Choice
Samstag, 15. Mai 2010Nein, gut leiden kann ich sie beide nicht. Weder Adobe noch Apple. Von Apple besitze ich nur einen iPod, von Adobe nur den kostenfreien Acrobat Reader.
Geärgert habe ich mich allerdings schon oft über beide Firmen. Über iPods die nach nur einem Jahr intensiver Nutzung Fehler zeigen, welche die Nutzung erschweren / unmöglich machen. Über die unzureichende mechanische Qualität von Apple-Produkten. Über den geradezu religiösen Wahn in der Firmenleitung und unter Nutzern. Über die Überzeugungen eines gar nicht so angenehmen (aber unbestritten erfolgreichen) Firmengründers, welche die Fan-boy-Gemeinde wie eine Monstrans vor sich her trägt. Ja, ich bin ein PC, immer schon gewesen.
Bei Adobe sind es andere Dinge: Flash das Webseiten lähmt (ja, liegt nicht unbedingt am Produkt, sonder oft am Gestalter). Die Preispolitik für Adobe-Produkte. Die Tatsache das es die meisten Adobe-Produkte nur für Mac und Windows gibt. Eine proprietäre Datenbank in Lightroom die meine Fotos fressen will – genauso wie Rechner-Ressourcen.
Die Konsequenz: ich stimme mit den Füßen ab, nutze weder Photoshop noch Lightroom und bin auf der Suche nach einem Audioplayer der Podcasts und Audible-Hörbücher ähnlich gut integriert wie iTunes und iPod (mein sieben Monate alter iPod touch zeigt nämlich auch schon Ausfallerscheiningen).
Aber eine kleine Anzeige unter einem TechCrunch Blogpost und eine kleine Webseite haben bei mir den Nerv getroffen. Nicht das ich das von Adobe plakatierte “we love choice” nicht etwas scheinheilig finde.
Aber es trifft bei mir einen wichtigen Nerv. Das ich entscheiden kann was ich nutzen möchte, das ist mir wichtig. Auch wenn es mich Zeit kostet selbst herauszufinden welches Produkt, welche Technik ich nutzen will.
Kein Wunder, dass das jüngste Flash-Bashing von Steve Jobs mich eher gegen Apple einnimmt. Mir geht es nicht um den technischen Teil der Diskussion, ich halte viele Argumente auf beiden Seiten für fragwürdig und konstruiert.
Aber der Vorfall zeigt sehr schön wes Geistes Kind die Beteiligten sind. In meinen Augen macht Apple in dieser Diskussion eine ganz schlechte Figur.