Gadget des Monats: Speicherkarten-Safe

Fotografieren mit leichtem Gepäck hat Vorteile: eine Speicherkarte ist in der Kamera, eine weitere im Neoprenetui am Schlüsselbund – fertig. Wer allerdings sehr viel fotografiert, nicht schnell genug die Fotos auf den PC ziehen kann, der schleppt gleich ein paar Karten mehr mit sich rum.
Doch welche Karte ist noch leer, wie bringe ich Karten geschützt vor Staub, Nässe und ruppiger Behandlung unter?

Ich habe mich für den / die GEPE Card Safe entschieden. Er schluckt alle gängigen Formate (CF, SD, xD, Memory Stick) und wenn’s sein muss auch gleich vier davon.

Abhängig davon ob das Herstellerlabel beim offenen CardSafe zu mir zeigt oder aber die von mir beschriftete Rückseite, leere und volle Speicherkarten zu unterscheiden wird zum Kinderspiel, auch bei geschlossenem CardSafe.
Die mechanische Qualität ist ausgesprochen gut, der Deckel klappt nicht unbeabsichtigt auf.

Die Rubrik “Gadget des Monats” ist ein Produktreview auf Basis eigener Erfahrungen, aus eigenem Antrieb.
Dieser Blogpost ist keine Werbung, kein Advertorial, kein verabredeter Produkt-Review. Es gibt nur eine Verbindung mit dem Hersteller bzw. dessen Vertriebspartnern: ich bin Kunde.


Inhalte der Serie "Gadget des Monats"

  1. Gadget des Monats: Sucherlupe
  2. Gadget des Monats: Tilt-Adapter
  3. Gadget des Monats: Speicherkarten-Safe
Andre (1 comments)Freitag, 14. Mai 2010 - 20:53:50

Ich hab so einen Kartenspeicher von Bilora für meine SD Karten. Da ist sogar ein kleiner Ring mit Karabiner dran damit man das Etui auch an den Rucksack oder an den die Hose hängen kann. Den Trick die vollen Speicherkarten mit dem Etikett verkehrt herum einzuordnen mache ich auch ;)

Michael (1 comments)Mittwoch, 26. Mai 2010 - 07:34:02

Hallo,

danke für den Tipp. Bin schon eine ganze Weile auf der Suche nach einer robusten Aufbewahrungsmöglichkeit für meine CF Karten. Diese hier scheint dazu perfekt zu sein. Obwohl mich ein wenig der hohe Preis von ca. 18 – 20€ stört. Ich überlege noch… ;-)

Thomas (1 comments)Donnerstag, 17. Juni 2010 - 20:02:16

Den GEPE Card Safe benutze ich auch. Das Teil ist ganz schön stabil! Es gibt ihn bereits ab ca. 14 EUR, einfach mal googeln. Aber die Anschaffung ist gut angelegtes Geld, vor allem wenn man seine vollen Speicherkarten länger mit sich führen muss. Angeblich ist er wasserdicht und schwimmt auch – was ich aber noch nicht ausprobiert habe :-)

Ist die Fastenzeit für Blogger endlich um?

Nun, für diesen Blogger schon. In den vergangenen knapp zwei Monaten habe ich nur wenig fotografiert, kaum Bilder nachbearbeitet, kaum Bilder bei Flickr eingestellt, keine neuen Blogpost geschrieben.

“Kreative Pause” heißt so was bei manchem Blognachbarn. Oder “Blogpause” weil andere wichtige Projekte akut Zeit und Aufmerksamkeit des Bloggers konsumieren. Oder es werden dutzendweise “Gefunden im Web” Blogposts raus gehauen.

Was war bei mir der Grund? Nun, ich hatte die Kamera in der Hand oder das WordPress Admin-Interface vor mir, eine Idee im Kopf und … und trotzdem klang in mir irgendwie nichts. Es war irgendwie – gar nicht so einfach das zu beschreiben – mühsam.

Dabei gibt es doch zahlreiche Ratschläge wie man mit Durchhängern umgeht: mach jeden Tag ein Foto, mach Dein erstes Foto gleich nach dem Aufstehen, fang ein neues Fotoprojekt an (365 oder “fotografiere die Hobbys von anderen” [heute erst im Feedreader gelesen]), blogge über eine kreative Idee die Du sonstwo im Web gefunden hast damit der tägliche Blogpost zu Stande kommt.
Aber irgendwie merken viele Deiner Leser das Du nicht voll dahinter stehst.

Oder: lehne Dich entspannt zurück und warte einfach bis die Lust auf die Fotografie zurück kommt. Bisher hat es bei mir immer so funktioniert und auch dieses Mal scheint es wieder so zu sein.
“Aber schadet das Deinem kreativen Schaffen nicht?”. Nein, tut’s nicht. Auch in dieser Zeit habe ich mich mit Fotografie beschäftigt. Gelesen, Fotoideen aufgeschrieben, die Shoot-Liste gefüllt, Themen über die ich zukünftig bloggen will skizziert, DIY-Projekte bearbeitet. Viel nachgedacht.

Aber seht einfach selbst was in den nächsten Tagen so kommen wird. In nächster Zeit wird einiges über DIY und Technik dabei sein, aber es werden sich auch wieder Shooting-Tipps und Kreatives drunter mischen. Wir lesen uns.

Blitz + Schirm befestigen – Swivel-Alternativen

Einen Schirm als Lichtformer am Studioblitz zu befestigen ist denkbar einfach: die Aufnahme für den Schirm ist im Blitz integriert. Der waschechte Strobist hat es da schon schwerer, bei ihm wird beides durch einen (zusätzlichen) Swivel getragen.

Der Klassiker: reflektiver Schirm und Kompaktblitz
an Swivel und Leuchtenstativ

Risiken und Nebenwirkungen. Mir ist das selbst schon passiert: versehentlich wurde beim verstellen des Swivels am Blitz statt am Swivel angefasst und “krach” bricht der Blitzfuss ab. Sehr ärgerlich.
Das der Blitz dabei weit über den Swivel aufragt stört zwar später kaum im Bild, macht die Kombination aber sperrig.

Blitz liegt auf dem Swivel. Diesen kleinen Hack hatte ich vor geraumer Zeit schon vorgestellt. Der Blitz wird mit einem Holzplättchen und einem Gummiband (oder Bongo-Tie) am Swivel befestigt. So wollten dann zumindest meine beiden Blitze mit abgebrochenem Fuß auf dem Swivel platz nehmen. Das Gummiband sollte allerdings stabil sein, andernfalls dreht sich der Blitz oder er rauscht plötzlich bodenwärts.

Blitz “klebt” an Schirmstange. Gerade beim Einsatz der Svarteld-Leuchtenstative stört ein stabiler Swivel mit seinem Gewicht schon. Die einfachste Art der Befestigung kommt dort zum Einsatz: ein Stück Aluminiumrohr mit 8mm Innendurchmesser, mit drei schmalen Stücken Fahrradschlauch am Blitz befestigt. Das Aluminiumrohr wird über die Blitzstange geschoben, ggf. mit einer Klammer (hier: Mauly) befestigt und ragt in die Schirmsoftbox hinein.

Einsatz an der Schirmsoftbox, am Svarteld-Leuchtenstativ

Am Leuchtenstativ mit Reflektivschirm,
der Pocket Wizard hängt per Hildazane Cradle am Stativ

Fallen Dir weitere Befestigungsmöglichkeiten ein?

Svarteld DIY Leuchtenstativ – nachgebaut

Über die ungewöhnlichen DIY-Leuchtenstative (hier und da) des Schweden Peter Karlsson haben auch andere Fotografie-Blogs berichtet. Nur die intermayer DIY-Application-Labs haben es auch nachgebaut;-)

Die Motivation ist leicht zu verstehen: wenn Blitze mit großen Lichtformern verwendet werden, dann müssen stabile und oft mehrere Leuchtenstative benutzt werden.
Spätestens bei Transport und Aufbau keimt dann die Erkenntnis, dass es auch einfacher gehen müsse. Kompaktblitze anstelle von Studioblitzen reduzieren Gewicht und Packvolumen. Peters clevere Idee setzt am Stativ an.

Mit Zeltstangen, Schnur und Gummischnur baut er sein schnell zerlegbares / aufbaubares Stativ, dass klein zusammengefaltet wird, leicht ist und dabei bis zu zwei große Schirme oder Schirmsoftboxen inklusive Kompaktblitzen aufnimmt. Auf seiner Webseite zeigt der Erfinder Aufbau und Benutzung seiner Erfindung.

Beim Lesen fragt man sich: ist das wirklich stabil genug? Ich hab’s ausprobiert und muss sagen: ich bin begeistert.

Abweichungen vom Original.

Beim Material bin ich auf Zeltstangen aus Kunststoff anstelle von Aluminium ausgewichen (war gerade verfügbar). Das macht das Stativ nur schwerer und eben schwarz. sollte ich ein zweites bauen, dann würde ich auch Aluminium nehmen (geringeres Gewicht und größerer Innendurchmesser, d.h. stärkeres Gummiseil).
Die Spitze des Stativs wurde mit einem Stück Fahrradschlauch gesichert, die Reihenfolge der Beine bleibt gleich und es trägt zur Stabilität bei. Die Füße wurden ebenfalls mit Fahrradschlauch etwas “entschärft” (für empfindliche Böden).

Statt einer beweglichen Klammer um die Schirme an der Schnur einzuhängen, wurde ein doppelt geführtes Stück Schnur verwendet, mit Knoten in entsprechenden Abständen.

Das Bild oben zeigt übrigens das Stativ mit zwei Schirmsoftboxen von Lastolite mit je ca. 100cm Durchmesser, mit je einem Kompaktblitz, einem Pocket Wizard (oben / mitte) und einem optischen Sklavenblitzauslöser (unten). Die Aufhängung der beiden Blitze entspricht nicht den von Peter Karlsson verwendeten Swivel, ein kleiner Bericht dazu folgt in Bälde.

Einfach genial, genial einfach.

zoomyboy (1 comments)Montag, 22. März 2010 - 12:59:02

Uwe, was denkst du lässt sich dieses Stativungetüm auch im Freien aufbauen und einsetzen, bei etwas stärkeren Wind?

Uwe (1 comments)Montag, 22. März 2010 - 14:24:34

Einsatz im Freien? Das Stativ könnte man mit Heringen verankern oder mit Gewichten beschwert zum Stillstand bringen. Zugstärkere elastische Seile sollten im Inneren der Beine eingesetzt werden.
Das KO-Kriterium dürften die Schirme oder Schirmsoftboxen sein. Die würde ich auch bei wenig Wind im Freien nicht einsetzen wollen. Die gezeigte Version mit zwei Softboxen kommt auf ca. 1,6m2 Fläche (frontal).

Obwohl … Kamera noch drangehängt und schon geht’s ab zur Kite-Aerial-Strobist-Fotografie ;-)

Peter Karlsson (1 comments)Dienstag, 06. April 2010 - 13:24:39

Hello!

Svarteld here, with the tentpole lightstands. I’ve written about your post here:

http://blog.svarteld.com/2010/04/tentpole-lightstands-examples-spotted.html

Cheers /Peter

Lothar (1 comments)Donnerstag, 21. Oktober 2010 - 00:44:30

Hallo Uwe,

welchen Vorteil bieten diese Stative gegenüber den herkömmlichen ? Sind sie leichter ? (Weil : Für 30 EUR bekomme welche im Laden.)

Habe ich das Video richtig verstanden :
Ich nehme also ein paar Alu-Zeltstangen, stecke diese zu drei großen Stangen zusammen, ziehe ein Gummiseil hindurch und die Softbox hängt dann an einer Kordel ?
Die Systemblitze werden mit Kabelbindern am Gestänge des Schirms/Softbox festgetüddelt ?

Gruß,
Lothar

Uwe (1 comments)Donnerstag, 21. Oktober 2010 - 09:32:20

@ Lothar: die Vorteile sind Packmaß (kleiner als die meisten Leuchtenstative), das sehr geringe Gewicht (die Version aus Alu ist kaum spürbar), das Stativ trägt zwei Schirme oder Schirmsoftboxen ohne Probleme. Zwei solche Stative mit jeweils zwei Boxen ergeben eine hübsche flächige Lichtquelle.
Die Nachteile hat Peter ja auch genannt, Stabilität für outdoor oder große Räume mit vielen Menschen sieht anders aus.

Der Strobe kann mit Gummibändern, Bungees oder mit anderen Möglichkeiten am Gestänge der Box befestigt werden.
Vielleicht sollte ich endlich mal von meinen Mods in einem neuen Blogpost berichten …

Bildpräsentation im Netz: was braucht Dein Bild?

Im letzten Artikel der Serie ging es um den Einfluss der Zielgruppe auf die Art der Präsentation. Dieser Artikel befasst sich damit, wie das Bild die geeignete Präsentation mit zu bestimmen.

Wieso sollte das Bild die Art der Präsentation beeinflussen? Ganz einfach: bei der gleichen Präsentation wirken Bilder oft verschieden. Wie? Was ich meine? Ein paar Beispiele.

Klein aber oho. In ihren Thumbnail-Übersichten zeigen es besonders Flickr und Mikrostockportale überdeutlich: manche Fotos wirken selbst als kleines Thumbnail noch sehr stark, während andere Fotos in der gleichen Auflösung zu optischem Matsch werden. So fallen dann geeignete Fotos auch in einer großen Menge briefmarkengroßer Vorschaubilder deutlich auf.
Beispiele: Produktfotos, freigestellte Personenfotos, abstrakte Bilder, Lithographien.

Welche Bilder wirken auch bei kleiner Auflösung?
Die Thumbnail-Übersicht macht’s deutlich.

Think big. Aufnahmen mit großem Detailreichtum wirken am besten … groß. Neben anderen Vorschaubildern kommen sie in einer kleinen Auflösung kaum zur Geltung werden gerne übersehen. Mit einer Auflösung von 500 Pixel fangen sie an zu wirken, aber erst ab Auflösungen von 800 Pixel und mehr macht das Betrachten richtig Spaß. Oder sind die Bilder gar so detailreich, dass sie zoom-bar sein sollen?
Beispiele: Landschaftsaufnahmen, HDRs, Panoramafotos.

Wirkt nicht klein: ein 360°-Panorama mit 1,02 Gigapixel

Ohne Worte oder ein Bild + 1000 Worte. Die puristischste Form der Bildpräsentation bieten Fotoblogs: eine Bildschirmseite, ein Foto, kein Text, kaum Bedienelemente. Wer andererseits gerne Bilder mit Text versieht, oder Texte mit Bildern illustriert, der wird ein Medium vorziehen indem Text und Bilder einfach kombiniert werden können.
Beispiele: Blogs für “Ein Bild am Tag”- Projekte, eindrucksvolle Präsentation von Einzelbildern, Illustration von Liedtexten.

Einzelkämpfer oder Teamplayer. Viele Fotografen präsentieren ihr Portfolio … aus Einzelbildern. Da sind dann Fotos in groß zu sehen, Navigationselemente und Thumbnails. Was aber, wenn Bildserien oder Essays gezeigt werden sollen. Dann sollte die primäre Form der Präsentation eine Serie oder das Essay zeigen, mit der Möglichkeit einzelne Fotos zu vergrößern.

Die grundlegenden Gedanken zum Thema sind also vorerst komplett. Fortgesetzt wird die Serie mit Erfahrungsberichten zur Bildpräsentation auf verschiedenen Plattformen: dem stinknormalen Blog, dem gepimpten Blog, dem reinen Fotoblog, einer normalen Foto-Community, Flickr, einem Panorama-Portal und … mal schauen;-)

Inhalte der Serie "Bildpräsentation im Internet"

  1. Bildpräsentation im Internet: wie gehe ich’s an?
  2. Bildpräsentation im Internet: wie, wo, für wen?
  3. Bildpräsentation im Netz: was braucht Dein Bild?
  4. Des intermayer’s neue Kleider …

Remember the Milk – gegen das Vergessen

Wer kennt das nicht: gerade zurück aus dem Supermarkt fällt Dir plötzlich ein was Du vergessen hast. Die Location liegt hinter Dir, die Ausrüstung ist verpackt und schon erinnerst Du Dich an Schüsse die Du unbedingt im Kasten haben wolltest. Bei einer Besprechung musst Du eine Reihe von Punkten loswerden, zurück am Schreibtisch bemerkst Du das Dir die zwei wichtigsten Punkte entfallen waren.

Eine Shootlist in RTM, kein Schuss wird mehr vergessen

Werkzeuge für die Selbstorganisation und gegen das Vergessen gibt es viele, wenige davon so einfach und doch so effektiv wie Remember the Milk. (RTM).
Das Prinzip ist simpel: was erinnert werden soll wird in RTM als Aufgabe angelegt. Eine Aufgabe kann mit Terminen, Wiederholungen, Tags und und Notizen versehen werden.

Auch die Verwaltung von verschiedenen Listen ist problemlos möglich. Wer selbst Getting Things Done (kurz GTD) praktiziert, kann damit sehr schön seine Kontextlisten verwalten.

Der Clou bei RTM: für manche Smartphones gibt es bereits entsprechende Applikationen, für andere (z.B. das Nokia N97) ist es möglich im eingebauten Browser eine für Smartphones optimierte Webseite anzuschauen.
So sollte dann zukünftig nicht mehr vergessen werden.