Archiv für die Kategorie ‘Housekeeping’

Werbung auf intermayer.com? Ein Statement

Montag, 08. März 2010

Werbung und Blogs über Fotografie treffen häufig aufeinander. Manch Blogger schafft es mit Werbung die Betriebskosten seines Blogs zu bestreiten, dem beworbenen Produkt nutzt die Aufmerksamkeit ebenso.
Dort aber, wo die Grenzen zwischen Werbung und redaktionellem Beitrag verwischen, wo Pressemitteilungen ungeprüft übernommen werden, wo Erfahrungsberichte negative Aspekte verschweigen oder wo Advertorials gar nicht vom Blogger selbst verfasst wurden, kann für alle Beteiligten Schaden entstehen.

Ein Statement? dieses Statement kodifiziert wie auf intermayer.com mit Werbung umgegangen wird. Es reflektiert die Vorgehensweise und Regeln denen sich der Blogbetreiber verpflichtet fühlt.
Es versteht sich weder als ein White Paper noch als eine Best Practice Definition. Es gibt auch nicht zwingend die Erwartung des Autors in der Rolle als Leser anderer Blogs wieder.

Kommerzielle oder private Webseite? intermayer.com ist eine private Webseite, kein kommerzielles Angebot. Der Betreiber bestreitet die Kosten für den Betrieb der Webseite ausschließlich aus eigener Tasche.
Das erwirtschaften von Einkünften oder eines Beitrags zu Kostendeckung wird nicht angestrebt.

Werbung auf intermayer.com? intermayer.com ist eine Plattform für Erfahrungsberichte über Fotografie. Dazu gehören auch Produktreviews, welche die Meinung des Autors wiedergeben.
Natürlich kann in diesem Zusammenhang ein Blogartikel durchaus eine werbende Wirkung haben. Im Vordergrund stehen allerdings immer der Nutzen für den Leser und die Unabhängigkeit des Autors.

Voraussetzungen für Werbung. Für alle Artikel mit werblichen Charakter oder solche, für die von Dritten Vergünstigungen gewährt werden,  gelten die folgenden Regeln:

  • die Meinung des Autors ist nicht käuflich
  • der erkennbare Nutzen für den Leser steht im Vordergrund
  • Werbung u. ä. wird als solche gekennzeichnet
  • werden von einem Produktanbieter Vergünstigungen gewährt, so ist dies am Ende des Artikels angegeben
  • Zitate werden als solche kenntlich gemacht

Welche Werbeanfragen haben hier keine Chance? Die folgenden Kriterien führen zur Ablehnung von Werbe- und Kooperationsanfragen:

  • der Abdruck von Pressemitteilungen (im Originaltext oder mit eigenen Worten umformuliert)
  • Advertorials oder sonstige nicht vom Autor verfasste Artikel bei denen der Autor nicht genannt werden soll
  • einseitige Berichterstattung
  • Streuwerbung ohne erkennbaren Nutzen für den Leser
  • Werbung aus zweifelhaften Quellen / mit zweifelhaftem Inhalt
  • die beabsichtigte Verschleierung das es sich um Werbung handelt
  • Bettelwerbung (wie hier beschrieben)

Zukünftige Änderungen dieses Statements. Zukünftige Änderungen dieses Statements werden in geeigneter Weise veröffentlicht und per Nachtrag in diesem Artikel kenntlich gemacht.

Fragen, Anmerkungen, Angebote. Dieser Artikel kann jederzeit kommentiert werden, persönliche Anfragen können gerne per Kontaktformular oder E-Mail zugesandt werden.

Bettelwerbung auf Fotografie-Blogs

Samstag, 06. März 2010

Heute mal wieder eine Meldung aus dem Maschinenraum dieses Blogs. Es geht um manche der Angebote Werbung zu schalten, die Blogger heute immer wieder bekommen. Aber von vorne.

Wie es beginnt. In Deinem Posteingang findest Du ein Email das so oder so ähnlich beginnt.

… auf der Suche nach einem qualitativ hochwertigen Blog zum Thema Digitale Fotografie / Bildbearbeitung / etc sind wir auf Ihren Eintrag gestossen …

Endlich! Ich bin endlich berühmt, endlich auf dem Weg zum Alpha-Blogger :-) Was, Du erwartest noch mehr Honig? Dann lies mal das:

ich bin gerade auf Ihre Seite http://blog.intermayer.com gestoßen und möchte Ihnen gerne sagen, daß ich sie nicht nur interessant finde, sondern daß sie auch großartig umgesetzt ist!

Hmmm, eigentlich bin ich schon geraume Zeit mit der Umsetzung des Blogs nicht mehr so ganz zufrieden. Aber wenn die freundliche Dame das ganz anders sieht? Vielleicht liege ich ja auch falsch? Egal, weiter.

… würden uns freuen, wenn Sie in beigefügter Pressemitteilung einen Mehrwert für Ihre Leser sehen und diese, auch gerne in eigenen Worten, bei sich veröffentlichen …

Fair enough, wenn ich keinen Mehrwert sehe, dann kommt’s eh nicht drauf. Eine Variation des Themas:

Sie für die Kampagne begeistern zu können und würde mich freuen, wenn die Kampagne Nennung in einem ihrer Beiträge finden würde.

It aint over, till its over. Ich schreibe den freundlichen Leuten natürlich zurück. Auch im Fall einer Absage (der Regelfall) selbstverständlich in freundlichem Ton. Die Reaktion ist gelegentlich unterhaltsam:

Bitte teilen Sie mir noch Ihre vorerst von uns verwendete Email-Adresse mit, so dass wir von weiteren Zusendungen absehen.

WTF? Was will der Mensch? Zwei Tage später wieder eine Email vom gleichen Herren. Hat er vielleicht seinen Fehler bemerkt und reagiert jetzt humorvoll? Weit gefehlt. Es ist die gleiche Email wie am Anfang, Buchstabe für Buchstabe.

Bettelwerbung? In den meisten dieser “Angebote” sollst Du als Blogger kostenlos Werbung schalten und Dein Lohn ist der potentielle Mehrwert für Deine Leser.

  • Ist es für meine Leser wirklich ein Mehrwert auch bei mir die Werbung zu sehen, die auf den Nachbarblogs fast zeitgleich zu lesen ist?
  • Bereichert solche Werbung wirklich Dein (kreatives) Leben?
  • Was denkst Du angesichts eines Advertorials, das dadurch entsteht eine Pressemeldung in eigenen Worten zu formulieren?

Es geht nämlich auch anders. Manche Anbieter bieten Dir an, über Deine eigenen Erfahrungen mit einem Produkt des Anbieters auf Deinem Blog zu berichten. Im Gegenzug bekommst Du das Fotobuch über das Du berichtest kostenlos, DVDs werden zur Verlosung zur Verfügung gestellt, ein Testmuster wird für begrenzte Zeit oder zum Verbleib zugesandt.

Vielleicht ist es an der Zeit meinen Umgang mit Werbeanfragen nicht jedes mal aus dem Bauch heraus zu entscheiden, sondern meinen modus operandi mal in einem Statement zusammen zu fassen. Mal sehen …

Titelbild März 2010: Blende & Verschlußzeit

Montag, 01. März 2010

Wenn es draußen eklig ist, dann nutze ich die Zeit gerne mal für Produktfotografie und Table Top Aufnahmen. Dabei verirrte sich auch eine alte Meßsucherkamera, eine Minolta Himatic 9, ins Lichtzelt.

SONY DSC

Das betagte Fotogerät stammt aus dem Jahre 1966, ist voll funktionstüchtig und wartet derzeit auf neue Lichtdichtungen.
Wie in dieser Zeit üblich befinden sich die meisten Bedienelemente am Objektivtubus. Blende, Verschlußzeit, ISO, Entfernung und Selbstauslöser werden dort eingestellt.

SONY DSC

Die Belichtungsmessung erfolgt durch eine Fotodiode im Objektivtubus – fast schon TTL (vor dem Objektiv montierte Filter werden berücksichtigt). Außerdem verfügt die Kamera – wahlweise – über eine vollautomatische Belichtungssteuerung.

Titelbild Februar 2010: das Stahlwerk

Montag, 08. Februar 2010

Für den Weitblick im Titelbild dieses Blogs sorgt im Februar ein GigaPan-Panorama. Geschossen wurde es im Landschaftspark Duisburg bereits im Dezember 2008.Vom Gigapixel ist das Bild übrigens weit entfernt, es kommt “nur” auf 180 Megapixel.

In der Zwischenzeit wurde der GigaPan-Imager gepimpt und weitere GigaPans damit fotografiert. Wenn auch nicht ganz so viele wie ich gehofft hatte. Mal schauen was dieses Jahr in Sachen GigaPixel bringt.

Bildpräsentation im Internet: wie, wo, für wen?

Sonntag, 07. Februar 2010

Schnell sind die eigenen Fotos im Internet, aber: präsentiere ich meine Werke auch optimal? Und den richtigen Leuten? Tipps für und Fragen an Interessierte.

Mann, war das früher mühsam. Die Filme mussten erst aus der Entwicklung zurück sein, von Hand gescannt werden und dann wurde nachbearbeitet. Dann der Upload, die Fotos im HTML einbetten, preview, weiteres Tuning …
Vor acht bis zehn Jahren war das schon ein mühseliges Unterfangen.Und heute? Wenn der Upload nicht gleich von der (Handy-)Kamera erfolgt, ist der Weg doch eher flott: Speicherkarte ausgelesen, minimale Korrekturen und mit einem geeigneten Programm in einem Schritt uploaden, benamsen und ggf. taggen – et viola.
Klar, mit den Ansprüchen wächst der Aufwand für den Workflow, aber im Vergleich bleibt das Tempo immer noch rasant.

Aber kaum hat man sich bei einer der großen Foto-Communities angemeldet und ein paar Fotos hochgeladen, oder einen Fotoblog eingerichtet, schon kommen unbequeme Fragen.
Gefällt mir die Art der Präsentation? Anderen auch? Lenkt die Benutzeroberfläche nicht ab? Sind die Fotos zu klein? Was, wenn da einer meine Fotos klaut? Was, wenn die Falschen Leute meine Fotos sehen?

Sich vor dem Upload einige Fragen zu stellen – vielleicht auch nochmal nachdem man die eigene Fotogallery schon eine Weile online hat – ist eine gute Idee.

Wer soll / darf meine Fotos sehen? Das Foto von der beim Baden fotografierten vier Monate alten Tochter soll nur die Familie sehen. Die Dokumentation der letzten Kegelclubfete auf keinen Fall die Kollegen.
In der Frage steckt schon eine feine Abstufung: wer soll die Fotos sehen (primäre Zielgruppe) und wer darf (sekundäre Zielgruppe) oder darf nicht (Ausschlussgruppe) die Fotos betrachten.
Haben die eigenen Fotos einen künstlerischen Anspruch, dann macht eine große Zielgruppe Sinn. Wer das Heranwachsen seiner Kinder dokumentiert wird sehr gezielt bestimmen wollen wer Zugriff hat. Wem manche der eigenen Bilder gar peinlich sind oder wer nicht möchte das jedermann ein Foto gleich mit dem Fotograf in Verbindung bringen kann, der muss vielleicht sogar zu einem Pseudonym greifen. Vorher ein paar Gedanken daran zu verschwenden empfiehlt sich, schließlich vergisst das Internet nichts.
Meine Fotos darf jeder sehen, meine Hauptzielgruppe sind Fotointeressierte und Anonymität brauche ich nicht.

Wie tech-savvy sind meine Zuschauer? Wer Bilder mit älteren Generationen teilen möchte, der wird eine übersichtliche Benutzerschnittstelle (die auch Silver-Surfer gerne bedienen) vorziehen. Die Generation Upload hat im Lauf der Zeit gelernt zwischen Inhalt und Medium zu unterscheiden, da stört dann auch eine komplexes GUI kaum noch. Der Ästhet fühlt sich von Bedienelementen schon abgelenkt, bei Communities mit Geek-Faktor (ala Flickr) wird er nimmer glücklich.
Mir ist es wichtig das möglichst viele Menschen Zugang zu meinen Fotos bekommen, eine einzige Bildgalerie genügt meinen Zwecken nicht.

Was zeige ich, einen Schuhkarton mit Fotos oder Kunst? Sind es nur die besten Ergebnisse meiner Fotografie die ich zur Schau stellen will oder auch den Weg dorthin? Oder dokumentiere ich Geschehnisse und möchte mich mit vielen Bildern mitteilen. Nicht nur in der Kunst gilt: weniger ist mehr, ein Portfolio enthält kaum hunderte Fotos, die Dokumentation einer Hochzeit hoffentlich (viel) mehr als fünf. Außerdem: Freunde und Familie sind zwar sehr gnädig wenn es um Gestaltung und Bildqualität geht, die guten Treffer wie die Stecknadel im Heuhaufen zu suchen überfordert auch sie.
Ich möchte zweierlei: eine gediegene Präsentation meiner besten Fotos, genauso wie einen “virtuellen Schuhkarton” in dem auch Experimente, Doku und nicht optimale Fotos Platz haben. Also zwei verschiedene Präsenzen.

Im nächsten Artikel dieser Serie geht es dann darum wie die Inhalte und Themen der eigenen Fotografie die Art der Präsentation mitbestimmen.

Inhalte der Serie "Bildpräsentation im Internet"

  1. Bildpräsentation im Internet: wie gehe ich’s an?
  2. Bildpräsentation im Internet: wie, wo, für wen?

Bildpräsentation im Internet: wie gehe ich’s an?

Sonntag, 24. Januar 2010

Gedanken zur Präsentation der eigenen Bilder im Netz und wie das Bessere immer der Feind des Guten bleiben wird.

Gehen wir nochmal die Checkliste durch: ich informiere mich im Internet über Fototechnik, alle EBV-Tutorials bekomme ich aus dem Internet, Abzüge und Prints auf Leinwand bestelle ich auch über’s Internet.

2010-01-24-screen02-gr Klar, meine Bilder präsentiere ich auch im Netz. Aber wie? Als gelegentlichen Artikel auf dem eigenen (Wordpress-)Blog, als Galeriefunktion in Wordpress, auf einem dedizierten Fotoblog, in einer der Fotocommunities, auf einer dedizierten Webseite?

Bei den einschlägigen Communities hat man sich schnell angemeldet und ein paar Bilder hochgeladen, so weit so gut.
Doch die Benutzerschnittstellen und die Bildpräsentation lassen leider immer wieder zu wünschen übrig. Je nach Anbieter geht es für den Benutzer wenigstens noch funktional zu, der eigene Sinn für Ästhetik wird aber oft herausgefordert.

2010-01-24-screen01-gr Doch gottlob geht’s auch anders. Die Möglichkeiten zur ansprechenden Bildpräsentation sind vielfältig. Vom kommerziellen Sorglospaket bis hin zu Lösungen für den selbst gehosteteten Webspace – für jeden Topf findet sich ein Deckel.

Zumindest für den, der  ausdauernd sucht. Für den kleinen ebenso wie für den großen Geldbeutel findet sich etwas. Kaum hat man für sich die Lösung entdeckt die passt wie die sprichwörtliche Faust auf’s Auge, schon stolpert man beim Nachbarn auf eine noch bessere wenn nicht schönere Lösung.

Wie ich auf dieses alte Thema komme? Im Lauf der Zeit habe ich das ein oder andere ausprobiert, wieder verworfen, neues begonnen und ebenfalls verworfen.
Und es ist wieder mal soweit: hier muss sich etwas ändern. Ein Fotograf der sich im Internet tummelt muss seine Bilder auch dort präsentieren. Ohne große Worte, ohne großen administrativen Aufwand, viel Platz auf dem sich die eigenen Bilder breitmachen.

Vor den Erfolg haben die Götter den Schweiss gesetzt. Wie wahr! Da werden Gedanken investiert, Dinge ausprobiert, beim Nachbarn einiges abgeschaut, gelernt, die Spezifikation weiter ausgefeilt und und und.
Dieser Blog soll also schöner werden. Dazu gibt’s in den nächsten Wochen Gedanken, Fragen und Erfahrungen. Eure Fragen, Hinweise, Kommentare und ggf. Guest Posts sind dabei jederzeit willkommen.

Vor den Erfolg haben die Goetter den Schweiss gesetzt

Vor den Erfolg haben die Goetter den Schweiss gesetzt

Inhalte der Serie "Bildpräsentation im Internet"

  1. Bildpräsentation im Internet: wie gehe ich’s an?
  2. Bildpräsentation im Internet: wie, wo, für wen?

Titelbild Dezember 2009: der Urban Explorer

Sonntag, 20. Dezember 2009

Das Dezemberbild war ja schon im Mai diesen Jahres zu sehen. Ziel der Aufnahme war es das hier eingesetzte Tragesystem zu fotografieren.  Die Point-n-Shoot stand auf dem Gorillapod und mangels Fernauslöser wurde mit Intervalltimer ausgelöst.

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Dumm nur das bei der Frontalaufnahme der Gesichtsausdruck völlig entgleist war. Also schnell ein “unbemanntes” Bild in GIMP hinterlagert, eine Maske gepinselt und schon war das Selbstbildnis fertig.

Titelbild Oktember 2009: Fake Miniatur

Samstag, 31. Oktober 2009

Oktember? Nun, im September und Oktober gab es kein eigenes Titelbild, im November wird es also wieder Zeit für einen Tapetenwechsel im Blog. In den letzten Tagen experimentiere ich mit Fake Miniature Bildern herum. Benutzt wurde dazu ein Tilt-Objektiv.

2009-041d-1535-e01-dmgal

Wie man sowas auch ohne Kosten von jenseits der 1 kEUR hinbekommt und auf welche Problemchen man dabei stösst, dazu erzähle ich sicher mehr – wenn ich eigene Erfahrungen gemacht habe.

Ärger über Flickr – Erkenntnisse

Dienstag, 25. August 2009

Vor ungefähr einer Woche berichtete ich hier darüber wie plötzlich ein Teil meines Fotostreams vor anderen Benutzern versteckt werden musste, um den Flickr Community Guidelines zu entsprechen.
Hat sich in der letzten Woche was getan? Gibt’s neue Erkenntnisse? In beiden Fällen ja, darunter Positives als auch Negatives.

Auswirkungen der von Flickr erzwungenen Selbstzensur:

  • fragliche Fotos stufe ich nun als “mittel” ein (statt “unbedenklich”)
  • nicht unbedenkliche Fotos sind in vielen Gruppen unzulässig …
  • … leider auch nicht in den meisten Bodypainting-Gruppen (???)
  • ohne aktives Login sind solche Inhalte nicht mehr zu sehen
  • Links von Google Image Search laufen ins Leere
  • die Statistik zeigt Zugriffe auf rasanter Talfahrt sind (Faktor 3)

Alles in allem also ziemlich ernüchternd. Die Reichweite der derart abgestuften Fotos ist plötzlich signifikant kleiner (nicht nur ein paar Prozent).
In einem ersten Impuls entschied ich mich dazu bei Flickr künftig keine Bodypainting Fotos mehr zu posten. Worauf sich dann via Flickr und Blog Feedback einfand:

  • unisono wurde das Verhalten von Flickr mißbilligt
  • die Einschätzung “anstößiger Inhalte” teilte kein Kommentator
  • eine Bodypainterin berichtet identische Erfahrungen in jüngster Zeit
  • ich wurde gebeten auch weiterhin Content zu posten
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Besonders ärgerlich: all das kommt zu einer Zeit, als Flickr bereits ein fester Teil meiner Startegie geworden war Fotos “zu streuen”. Sehr schade.

Aus Flickr’s Sicht. Zu definieren was anstößig ist und was nicht wird für Flickr zu einem immer größeren Problem. Ist die Kundschaft erstmal rund um den Globus verteilt, dann wird die Frage nach dem Maßstab schwierig. Wessen Wertevorstellungen sind das Bezugsmaß? USA? Mittel- und Südamerika? Europa? Nordeuropa? Naher Osten? Ferner Osten? Geht es nur um nackte Haut oder auch um (un)erwünschte politische Aussagen? Klingt irgendwie nach Pandoras Büchse.

Nachdenken. Klar gibt es Alternativen zu Flickr, in Sachen Technik und Qualität der Community sogar bessere Alternativen. Nur: auf Grund seiner Marktmacht ermöglicht es Flickr schnell eine hohe Reichweite zu bekommen. Flickr zu verlassen wäre daher eher mein Verlust als der von Flickr / Yahoo. Irgendwie doof.

Mehr Nachdenken. Du machst ein Foto, bearbeitest es und schießt es rüber zu Flickr. Mittlerweile ein integraler Bestandteil meines Workflows.
Irgendwann merke ich: das Pflegen der Fotogalerie im Blog und der Fotoblog kommen ins Hintertreffen.  Flickr wird immer mehr zu (m)einem primären “Vertriebskanal”. Plötzlich ist da genau die Stimme in meinem Kopf, die sonst eher in mein Berufsleben passt.

Gelernt. “Kontrolliert ein Monopolist / Oligopolist Deinen primären Vertriebsweg, dann ist das ein Risikofaktor. Du brauchst dringend weitere Standbeine!” Recht hat er. Da war ich einfach zu bequem.
Sich über bei Flickr gehostete Bilder Inspiration zu verschaffen, das werde ich auch weiterhin praktizieren. Auch eigene Fotos dort einstellen. Selbst Bodypainting-Fotos. Aber eben nicht nur dort. Vergiss die Statistiken. Wenn ein Einziger Flickr-User eins Deiner Fotos vermisst, dann ist das vielleicht mehr Wert als hunderte von Views.

Nutze die Zeit lieber um Fotos zu machen.

The medium is not the message (sorry to Mr. McLuhan).

Benutze Dein Werkzeug.
Aber laß Dich nicht zum Bediener eines Werkzeugs degradieren.

Warnung von Flickr, nächstes Mal knallt’s

Donnerstag, 20. August 2009

Heute fand ich eine Email von Flickr vor. Seht selbst, informiert Euch, lernt daraus und vermeidet Ärger.

Hallo intermayer,

Wir haben für Ihren Fotostream die Sicherheitsstufe in “Mittel” geändert.

Gemäß unseren Community-Richtlinien sind die Inhalte in Ihrem Account nicht für alle Betrachter als “Unbedenklich” einzustufen. Vielleicht wissen Sie noch nicht, dass Flickr über ein System zur sicheren Suche verfügt. Wenn Sie auf Flickr herumstöbern oder gezielt Fotos suchen, können Sie die Fotos entsprechend der von Ihnen gewünschten Sicherheitsstufe filtern. Die sichere Suche ist entweder aktiviert, auf “Mittel” eingestellt oder deaktiviert. Damit die sichere Suche funktioniert, müssen *Sie* Ihre Inhalte entsprechend filtern. Wenn Sie Inhalte auf Flickr hochladen, müssen Sie die geeigneten Filter (“Sicher”, “Mittel” oder “Eingeschränkt”) auswählen und uns mitteilen, um welche Art von Inhalten es sich handelt (Fotos, Videos, Screenshots, Kunst/Illustrationen). Wenn Sie nicht den korrekten Filter angeben, werden wir das sicher sehr schnell von einem anderen Mitglied erfahren. Schließlich ist dies auch der Grund, warum wir Sie heute kontaktieren. (Keine Aufregung. Jedes Mitglied darf uns mitteilen, wenn er/sie sich belästigt fühlt. Sie natürlich auch.)

Wir möchten, dass alle ihren Spaß an Flickr haben.
Deshalb müssen Inhalte, die möglicherweise anstößig sind, aus den öffentlichen sicheren Bereichen der Website herausgefiltert werden. Gemäß unseren Community-Richtlinien gelten folgende Grundsätze: Seien Sie freundlich und respektvoll, laden Sie nur Inhalte hoch, die Sie selbst erstellt haben, und denken Sie daran, dass Millionen Menschen auf Flickr zugreifen, die die Welt vielleicht ganz anders sehen als Sie.

Überlegen Sie, ob Ihre Inhalte für ein breites, öffentliches Publikum geeignet sind. Wenn dem nicht so ist, müssen Sie die Inhalte aus dem öffentlichen Bereich herausfiltern. Wir weisen Sie außerdem darauf hin, dass wir Ihren Account sehr wahrscheinlich stilllegen werden, wenn wir noch einmal eine Beschwerde über Ihre Inhalte oder Ihr Verhalten erhalten.

Nehmen Sie sich also die Zeit, und informieren Sie sich über Sicherheitsstufen. Wenn Sie sie in Zukunft vernünftig einsetzen, sind alle zufrieden!

Beste Grüße

Team Flickr

Es geht um die Bodypainting-Bilder (wahrscheinlich nur solche von Frauen?) in meiner Flickr-Galerie. Anlaß war die Beschwerde eines (anonymen) Flickr-Nutzers.
Ob es damit zusammenhängt das ich kurz zuvor eine Kontaktanfrage nach kurzem Blick in den Fotostream blockiert habe,  weiß ich nicht. Das kann durchaus auch ein Zufall sein.

Ob ich der Meinung bin das die betroffenen Inhalte “nicht für ein breites, öffentliches Publikum geeignet sind”? Nein, nicht wirklich.
Trotzdem: anstatt “unbedenklich” wurden die fraglichen Fotos von mir mittlerweile als “mittel” gefiltert. Das hätte ich  schon früher tun sollen, es war unzweifelhaft mein Fehler.

Gelesen hatte ich sowohl von Sperrungen als auch von teilweise ruppigem Verhalten von Flickr schon zuvor. Ich dachte immer das die meisten dieser Berichte grenzwertige Fälle betreffen, mittlerweile bin ich wohl selbst einer.

Ob Zensursula wohl einen Flickr-Account hat?

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