Archiv für die Kategorie ‘Housekeeping’

Ist die Fastenzeit für Blogger endlich um?

Freitag, 14. Mai 2010

Nun, für diesen Blogger schon. In den vergangenen knapp zwei Monaten habe ich nur wenig fotografiert, kaum Bilder nachbearbeitet, kaum Bilder bei Flickr eingestellt, keine neuen Blogpost geschrieben.

“Kreative Pause” heißt so was bei manchem Blognachbarn. Oder “Blogpause” weil andere wichtige Projekte akut Zeit und Aufmerksamkeit des Bloggers konsumieren. Oder es werden dutzendweise “Gefunden im Web” Blogposts raus gehauen.

Was war bei mir der Grund? Nun, ich hatte die Kamera in der Hand oder das WordPress Admin-Interface vor mir, eine Idee im Kopf und … und trotzdem klang in mir irgendwie nichts. Es war irgendwie – gar nicht so einfach das zu beschreiben – mühsam.

Dabei gibt es doch zahlreiche Ratschläge wie man mit Durchhängern umgeht: mach jeden Tag ein Foto, mach Dein erstes Foto gleich nach dem Aufstehen, fang ein neues Fotoprojekt an (365 oder “fotografiere die Hobbys von anderen” [heute erst im Feedreader gelesen]), blogge über eine kreative Idee die Du sonstwo im Web gefunden hast damit der tägliche Blogpost zu Stande kommt.
Aber irgendwie merken viele Deiner Leser das Du nicht voll dahinter stehst.

Oder: lehne Dich entspannt zurück und warte einfach bis die Lust auf die Fotografie zurück kommt. Bisher hat es bei mir immer so funktioniert und auch dieses Mal scheint es wieder so zu sein.
“Aber schadet das Deinem kreativen Schaffen nicht?”. Nein, tut’s nicht. Auch in dieser Zeit habe ich mich mit Fotografie beschäftigt. Gelesen, Fotoideen aufgeschrieben, die Shoot-Liste gefüllt, Themen über die ich zukünftig bloggen will skizziert, DIY-Projekte bearbeitet. Viel nachgedacht.

Aber seht einfach selbst was in den nächsten Tagen so kommen wird. In nächster Zeit wird einiges über DIY und Technik dabei sein, aber es werden sich auch wieder Shooting-Tipps und Kreatives drunter mischen. Wir lesen uns.

Bildpräsentation im Netz: was braucht Dein Bild?

Mittwoch, 10. März 2010

Im letzten Artikel der Serie ging es um den Einfluss der Zielgruppe auf die Art der Präsentation. Dieser Artikel befasst sich damit, wie das Bild die geeignete Präsentation mit zu bestimmen.

Wieso sollte das Bild die Art der Präsentation beeinflussen? Ganz einfach: bei der gleichen Präsentation wirken Bilder oft verschieden. Wie? Was ich meine? Ein paar Beispiele.

Klein aber oho. In ihren Thumbnail-Übersichten zeigen es besonders Flickr und Mikrostockportale überdeutlich: manche Fotos wirken selbst als kleines Thumbnail noch sehr stark, während andere Fotos in der gleichen Auflösung zu optischem Matsch werden. So fallen dann geeignete Fotos auch in einer großen Menge briefmarkengroßer Vorschaubilder deutlich auf.
Beispiele: Produktfotos, freigestellte Personenfotos, abstrakte Bilder, Lithographien.

2010-03-11-screen02 Welche Bilder wirken auch bei kleiner Auflösung?
Die Thumbnail-Übersicht macht’s deutlich.

Think big. Aufnahmen mit großem Detailreichtum wirken am besten … groß. Neben anderen Vorschaubildern kommen sie in einer kleinen Auflösung kaum zur Geltung werden gerne übersehen. Mit einer Auflösung von 500 Pixel fangen sie an zu wirken, aber erst ab Auflösungen von 800 Pixel und mehr macht das Betrachten richtig Spaß. Oder sind die Bilder gar so detailreich, dass sie zoom-bar sein sollen?
Beispiele: Landschaftsaufnahmen, HDRs, Panoramafotos.

2010-03-11-screen01 Wirkt nicht klein: ein 360°-Panorama mit 1,02 Gigapixel

Ohne Worte oder ein Bild + 1000 Worte. Die puristischste Form der Bildpräsentation bieten Fotoblogs: eine Bildschirmseite, ein Foto, kein Text, kaum Bedienelemente. Wer andererseits gerne Bilder mit Text versieht, oder Texte mit Bildern illustriert, der wird ein Medium vorziehen indem Text und Bilder einfach kombiniert werden können.
Beispiele: Blogs für “Ein Bild am Tag”- Projekte, eindrucksvolle Präsentation von Einzelbildern, Illustration von Liedtexten.

Einzelkämpfer oder Teamplayer. Viele Fotografen präsentieren ihr Portfolio … aus Einzelbildern. Da sind dann Fotos in groß zu sehen, Navigationselemente und Thumbnails. Was aber, wenn Bildserien oder Essays gezeigt werden sollen. Dann sollte die primäre Form der Präsentation eine Serie oder das Essay zeigen, mit der Möglichkeit einzelne Fotos zu vergrößern.

Die grundlegenden Gedanken zum Thema sind also vorerst komplett. Fortgesetzt wird die Serie mit Erfahrungsberichten zur Bildpräsentation auf verschiedenen Plattformen: dem stinknormalen Blog, dem gepimpten Blog, dem reinen Fotoblog, einer normalen Foto-Community, Flickr, einem Panorama-Portal und … mal schauen ;-)

Inhalte der Serie "Bildpräsentation im Internet"

  1. Bildpräsentation im Internet: wie gehe ich’s an?
  2. Bildpräsentation im Internet: wie, wo, für wen?
  3. Bildpräsentation im Netz: was braucht Dein Bild?

Werbung auf intermayer.com? Ein Statement

Montag, 08. März 2010

Werbung und Blogs über Fotografie treffen häufig aufeinander. Manch Blogger schafft es mit Werbung die Betriebskosten seines Blogs zu bestreiten, dem beworbenen Produkt nutzt die Aufmerksamkeit ebenso.
Dort aber, wo die Grenzen zwischen Werbung und redaktionellem Beitrag verwischen, wo Pressemitteilungen ungeprüft übernommen werden, wo Erfahrungsberichte negative Aspekte verschweigen oder wo Advertorials gar nicht vom Blogger selbst verfasst wurden, kann für alle Beteiligten Schaden entstehen.

Ein Statement? dieses Statement kodifiziert wie auf intermayer.com mit Werbung umgegangen wird. Es reflektiert die Vorgehensweise und Regeln denen sich der Blogbetreiber verpflichtet fühlt.
Es versteht sich weder als ein White Paper noch als eine Best Practice Definition. Es gibt auch nicht zwingend die Erwartung des Autors in der Rolle als Leser anderer Blogs wieder.

Kommerzielle oder private Webseite? intermayer.com ist eine private Webseite, kein kommerzielles Angebot. Der Betreiber bestreitet die Kosten für den Betrieb der Webseite ausschließlich aus eigener Tasche.
Das erwirtschaften von Einkünften oder eines Beitrags zu Kostendeckung wird nicht angestrebt.

Werbung auf intermayer.com? intermayer.com ist eine Plattform für Erfahrungsberichte über Fotografie. Dazu gehören auch Produktreviews, welche die Meinung des Autors wiedergeben.
Natürlich kann in diesem Zusammenhang ein Blogartikel durchaus eine werbende Wirkung haben. Im Vordergrund stehen allerdings immer der Nutzen für den Leser und die Unabhängigkeit des Autors.

Voraussetzungen für Werbung. Für alle Artikel mit werblichen Charakter oder solche, für die von Dritten Vergünstigungen gewährt werden,  gelten die folgenden Regeln:

  • die Meinung des Autors ist nicht käuflich
  • der erkennbare Nutzen für den Leser steht im Vordergrund
  • Werbung u. ä. wird als solche gekennzeichnet
  • werden von einem Produktanbieter Vergünstigungen gewährt, so ist dies am Ende des Artikels angegeben
  • Zitate werden als solche kenntlich gemacht

Welche Werbeanfragen haben hier keine Chance? Die folgenden Kriterien führen zur Ablehnung von Werbe- und Kooperationsanfragen:

  • der Abdruck von Pressemitteilungen (im Originaltext oder mit eigenen Worten umformuliert)
  • Advertorials oder sonstige nicht vom Autor verfasste Artikel bei denen der Autor nicht genannt werden soll
  • einseitige Berichterstattung
  • Streuwerbung ohne erkennbaren Nutzen für den Leser
  • Werbung aus zweifelhaften Quellen / mit zweifelhaftem Inhalt
  • die beabsichtigte Verschleierung das es sich um Werbung handelt
  • Bettelwerbung (wie hier beschrieben)

Zukünftige Änderungen dieses Statements. Zukünftige Änderungen dieses Statements werden in geeigneter Weise veröffentlicht und per Nachtrag in diesem Artikel kenntlich gemacht.

Fragen, Anmerkungen, Angebote. Dieser Artikel kann jederzeit kommentiert werden, persönliche Anfragen können gerne per Kontaktformular oder E-Mail zugesandt werden.

Bettelwerbung auf Fotografie-Blogs

Samstag, 06. März 2010

Heute mal wieder eine Meldung aus dem Maschinenraum dieses Blogs. Es geht um manche der Angebote Werbung zu schalten, die Blogger heute immer wieder bekommen. Aber von vorne.

Wie es beginnt. In Deinem Posteingang findest Du ein Email das so oder so ähnlich beginnt.

… auf der Suche nach einem qualitativ hochwertigen Blog zum Thema Digitale Fotografie / Bildbearbeitung / etc sind wir auf Ihren Eintrag gestossen …

Endlich! Ich bin endlich berühmt, endlich auf dem Weg zum Alpha-Blogger :-) Was, Du erwartest noch mehr Honig? Dann lies mal das:

ich bin gerade auf Ihre Seite http://blog.intermayer.com gestoßen und möchte Ihnen gerne sagen, daß ich sie nicht nur interessant finde, sondern daß sie auch großartig umgesetzt ist!

Hmmm, eigentlich bin ich schon geraume Zeit mit der Umsetzung des Blogs nicht mehr so ganz zufrieden. Aber wenn die freundliche Dame das ganz anders sieht? Vielleicht liege ich ja auch falsch? Egal, weiter.

… würden uns freuen, wenn Sie in beigefügter Pressemitteilung einen Mehrwert für Ihre Leser sehen und diese, auch gerne in eigenen Worten, bei sich veröffentlichen …

Fair enough, wenn ich keinen Mehrwert sehe, dann kommt’s eh nicht drauf. Eine Variation des Themas:

Sie für die Kampagne begeistern zu können und würde mich freuen, wenn die Kampagne Nennung in einem ihrer Beiträge finden würde.

It aint over, till its over. Ich schreibe den freundlichen Leuten natürlich zurück. Auch im Fall einer Absage (der Regelfall) selbstverständlich in freundlichem Ton. Die Reaktion ist gelegentlich unterhaltsam:

Bitte teilen Sie mir noch Ihre vorerst von uns verwendete Email-Adresse mit, so dass wir von weiteren Zusendungen absehen.

WTF? Was will der Mensch? Zwei Tage später wieder eine Email vom gleichen Herren. Hat er vielleicht seinen Fehler bemerkt und reagiert jetzt humorvoll? Weit gefehlt. Es ist die gleiche Email wie am Anfang, Buchstabe für Buchstabe.

Bettelwerbung? In den meisten dieser “Angebote” sollst Du als Blogger kostenlos Werbung schalten und Dein Lohn ist der potentielle Mehrwert für Deine Leser.

  • Ist es für meine Leser wirklich ein Mehrwert auch bei mir die Werbung zu sehen, die auf den Nachbarblogs fast zeitgleich zu lesen ist?
  • Bereichert solche Werbung wirklich Dein (kreatives) Leben?
  • Was denkst Du angesichts eines Advertorials, das dadurch entsteht eine Pressemeldung in eigenen Worten zu formulieren?

Es geht nämlich auch anders. Manche Anbieter bieten Dir an, über Deine eigenen Erfahrungen mit einem Produkt des Anbieters auf Deinem Blog zu berichten. Im Gegenzug bekommst Du das Fotobuch über das Du berichtest kostenlos, DVDs werden zur Verlosung zur Verfügung gestellt, ein Testmuster wird für begrenzte Zeit oder zum Verbleib zugesandt.

Vielleicht ist es an der Zeit meinen Umgang mit Werbeanfragen nicht jedes mal aus dem Bauch heraus zu entscheiden, sondern meinen modus operandi mal in einem Statement zusammen zu fassen. Mal sehen …

Titelbild März 2010: Blende & Verschlußzeit

Montag, 01. März 2010

Wenn es draußen eklig ist, dann nutze ich die Zeit gerne mal für Produktfotografie und Table Top Aufnahmen. Dabei verirrte sich auch eine alte Meßsucherkamera, eine Minolta Himatic 9, ins Lichtzelt.

SONY DSC

Das betagte Fotogerät stammt aus dem Jahre 1966, ist voll funktionstüchtig und wartet derzeit auf neue Lichtdichtungen.
Wie in dieser Zeit üblich befinden sich die meisten Bedienelemente am Objektivtubus. Blende, Verschlußzeit, ISO, Entfernung und Selbstauslöser werden dort eingestellt.

SONY DSC

Die Belichtungsmessung erfolgt durch eine Fotodiode im Objektivtubus – fast schon TTL (vor dem Objektiv montierte Filter werden berücksichtigt). Außerdem verfügt die Kamera – wahlweise – über eine vollautomatische Belichtungssteuerung.

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