Archiv für die Kategorie ‘Projekte’

WBF 2009 – Ausrüstung bequem tragen

Mittwoch, 21. Oktober 2009

Auch wenn die mitgeschleppte Fotoausrüstung unter zehn Kilo wiegt – nach einigen Stunden oder Tagen stellen sich Zwicken und Schmerzen ein und der Spaßfaktor geht auf Talfahrt.

2009-037d-0091-e02-dmgal Arktis Load Bearing System, zweckentfremdet zum Tragen der Fotoausrüstung (Kamera, 3 Objektive, 2 Strobes, Orbis mit Arm, Ersatzakkus, Reinigungsmaterial, Camelback 1,5 Liter)

Dabei muß das nicht so sein. Hersteller von Fototaschen und -rucksäcken launchen schier ständig neue Produkte die nicht nur versprechen das die Ausrüstung bequemer zu tragen, sondern auch schneller einsatzbereit sei. Selbst um den Kameragurt hat sich mittlerweile ein regelrechter Kult entwickelt.

Mit ein bißchen Nachdenken kommt man schneller zur passenden, sprich individuell passenden, Lösung. So sah mein Wunschzettel wie folgt aus:

  • es kommt nur die für diesen Einsatz nötige Ausrüstung mit, weniger ist mehr
  • die Kamera soll nicht am Nacken hängen und nicht ständig in der Hand gehalten werden müssen
  • Stromlinienform – Ausrüstung muss kompakt am Körper getragen werden, in einer Menschenmenge oder in engen Durchgängen hängen zu bleiben ist nicht lustig
  • ergo keine an der Hüfte / Seite getragene Tasche oder Kamera
  • jedes Stück Ausrüstung soll schnell greifbar sein, kein wühlen in tiefen Taschen
  • bis zu zehn Kilo Ausrüstung müssen auch über Stunden bequem getragen werden können
  • zusätzliches Gepäck (Kleidung, Verpflegung, etc.) soll auch noch getragen werden können, der Zugriff ist aber nur selten nötig

Zwar versprechen manche Rucksäcke die “mit einem Griff” vom Rücken vor die Brust gezogen werden die beste Lösung für viele dieser Probleme zu sein, ich selbst bin damit bisher aber nicht glücklich geworden.

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Fündig geworden bin ich bei einem Load Bearing System der Firma Arktis (Google-Futter: load (weiterlesen…)

Zeitreise ins 18te Jahrhundert

Samstag, 19. September 2009

Hundert Jahre bevor die Fotografie erfunden wurde Bilder machen? Mit einer DSLR? Kein Problem, das geht jedes Jahr im August, wenn die gleichnamige Veranstaltung im Schloss(park) Fasanerie bei Eichenzell stattfindet. Dort wird dann über vier Tage hinweg wie vor 300 Jahren gelebt. Auch für Fotografen eine willkommene Abwechslung.

2009-032d-0002-e01-dmgal Amerikanische Minute Man treten an

2009-032d-0147-e02-dmgal Leih-Armee im amerikanischen Unabhängigkeitskrieg

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WBF 2009 – Welche Ausrüstung mitnehmen?

Samstag, 12. September 2009

Drei Tage lang einen Event fotografieren, tagsüber im Sonnenlicht, nachts bei Konzerten und bei der Fluoro-Show, Face- und Bodypaintings als häufigste Motive. Tragbare Ausrüstung mit der ich mich gut auskenne. Also was nehme (nahm) ich mit?

2009-023d-0079-e01-dmgal.jpg Materialschlacht bei bestem Wetter

Nach der Erfahrung der beiden vorangegangenen Festivals war die Zusammenstellung der Ausrüstung nicht schwer und erwies sich am Ende als eine gute Wahl. Ein paar Rahmenbedingungen vorweg:

  • die gesamte Ausrüstung muss den ganzen Tag “am Mann” getragen werden, kein Koffer, kein Wägelchen hinter sich herziehen
  • schnelles Glas muss sein, süchtig nach geringer Schärfentiefe und Bokeh
  • ich bevorzuge Festbrennweiten
  • Schatten aufhellen ist unvermeidbar

Das Bild oben zeigt die Ausrüstungswahl anderer Fotografen. Bei diesem Ereignis gehe ich andere Wege, einige Anmerkungen zur Auswahl sollen auch nicht fehlen.

  • Objektiv 1.4 / 85 mm (Minolta G); kompakt, schnell, hauchdünne Schärfentiefe bei maximaler Öffnung – das Objektiv ist ein Traum, 95% der Bilder wurden damit gemacht; die Brennweite am Crop-Sensor ist mir allerdings (für die Bedingungen bei diesem Festival) zu lang
  • Objektiv 1.4 / 50mm (Sony);  klein, leicht, robust – das Objektiv wird oft unterschätzt, auch von mir
  • Objektiv 2.8 / 14mm (Sigma); hervorragend geeignet für ‘environmental portraits’ – leider kam es dieses Jahr nicht zum Einsatz
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  • Kamera: Sony alpha 350, DSLR mit Crop-Sensor (1.6), Anti-Shake in der Kamera; offen gesagt habe ich eine Vollformatkamera mit vollwertigen Bedienelementen hier schmerzlich vermisst (weiterlesen…)

Nicht vergessen: wieder mal ein Buch lesen …

Donnerstag, 30. Juli 2009
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… aber ein bißchen aufpassen das es auch das richtige Buch ist.

Warten auf den Countdown

Sonntag, 12. Juli 2009

Zu übersehen sind die Strukturen zwar nicht, aber Bäume und Sträucher verbergen den Startkomplex wirksam vor den Augen der Welt. Das Bewegen auf dem Gelände ist gefährlich, Gebäude und Rampen sind stark verfallen. Doch irgendwann steht man vor ihnen, große Raketen in unterschiedlichen Stadien des Aufbaus. Nur zwei tragen bereits ihre Nutzlast.
Fotografieren erscheint unmöglich, zu sehr ist alles zugewuchert, zu instabil sind die schon lange verlassenen Bauten.

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Doch unter der Startrampe, dort wo in Tausenden von Tonnen Beton die rechteckigen RoTrans-Triebwerke in Viererformation eingebettet scheinen, dort ist eine Begehung möglich. Ein unglaublicher Anblick, der sich auf dem früheren Betriebsgelände von North Central Positronics (NCP) bietet.

Häh, hat er jetzt völlig den Verstand verloren? Das sollen die Triebwerke von Raketen sein und nicht etwa die Dosiertrichter von Erzbunkern?
Ja, entstanden ist diese Aufnahme tatsächlich in den Erzbunkern von Terre Rouge (Belgien Luxemburg) und weder NCP noch die Sombra Corporation sind mit von der Partie (soweit mir bekannt).

Aber angeregt durch Diskussionen (später mehr) in einigen Nachbarblogs und Foren kamen mir in den letzten Tagen die Worte eines bekannten amerikanischen Fotografen immer wieder in den Sinn:

“When I looked at things for what they Are,
I was fool enough to persist in my folly
and found that each photograph was a mirror of my Self.
So I turned 180 degrees and looked the opposite way at …”

(Fortsetzung im nächsten Blogpost).

Tool Friday: EnfuseGUI (Screencast)

Freitag, 08. Mai 2009

HDR kannte ich ja schon, aber was ist Enfuse?‘ Nach dem letzten Screencast zum Thema ‘Warum HDR-Fotografie?‘ ist bei einigen diese Frage aufgetaucht – heute lösen wir das Rätsel auf.
Bei HDR wird aus den Quellbildern ein HDR als Zwischenergebnis erzeugt und mittels ToneMapping wieder auf LDR-Medien darstellbar gemacht. Enfuse schafft das in einem Durchlauf und orientiert sich dabei hauptsächlich an Kontrasten, Farbsättigung und Belichtung.


[Feed-Abonnenten: direkt auf YouTube oder Vimeo ansehen]

Das gute an Enfuse: es ist als Kommandozeilentool kostenlos zu haben (Lizens: GNU), es gibt eine gute EnfuseGUI ebenfalls kostenlos (Lizens: GNU LPGL), es ist einfachst zu bedienen und die Algorithmen sind für Tüftler bestens dokumentiert.
Doch auch wer gerne für seine Bildbearbeitungssoftware bezahlt bleibt nicht außen vor, für Lightroom ist ebenfalls ein Enfuse-PlugIn verfügbar.

Inhalte der Serie "HDR-Fotografie"

  1. Von HDR, Tone Mapping und des Kaisers Bart
  2. Screencast: Warum HDR-Fotografie?
  3. Tool Friday: EnfuseGUI (Screencast)

Von HDR, Tone Mapping und des Kaisers Bart

Dienstag, 21. April 2009

Das Anliegen ist so alt wie die Fotografie selbst: der Dynamikumfang (Unterschied zwischen dem dunkelsten und hellsten Fleck einer Szene) ist zu groß für Film und Sensor, die Wiedergabe der Wirklichkeit scheint unzureichend. Schon die ersten Fotografen hatten damit zu kämpfen, gleichzeitig Zeichnung im Himmel und im Motiv zu haben ging nicht in einer einzigen Aufnahme (aber gottlob mittels Doppelbelichtung).

Kein Wunder: eine durchschnittliche Szene kann leicht eine Dynamik von zehn bis 15 Lichtwerten (kurz: LW, logarithmisch skaliert, alle Zahlen sind Anhaltswerte) aufweisen, Film bildet 5 bis 9 LW ab, digitale Sensoren 5 bis 15 LW. Fotopapier schneidet noch schlechter ab, kein Wunder also das Dodging and Burning (Abwedeln und Nachbelichten) in der Dunkelkammer erfunden wurden.
Zum Vergleich: das menschliche Auge kann etwas über 30 LW differenzieren (wenn auch nicht wirklich in einem ‘Augenblick’). Soviel also zur Realitätsnähe von nicht-HDR-Fotos.

Nach dem Emulsionen und Fotochemie diese Herausforderung kaum meistern konnten (abgesehen von den ausgiebigen Laborsitzungen großer Fotolaboranten wie Ansel Adams), blieb diese Lösung der Digitaltechnik vorbehalten: dem High Dynamic Range Imaging, kurz HDRI oder auch HDR-Fotografie.
Was sich indes nicht geändert hat: die Medien auf denen HDR-Bilder ausgegeben werden (Monitore, Papier) können die heute möglichen HDR-Bilder immer noch nicht ‘naturgetreu’ wiedergeben. Man kann aus Sch…. keine Sahne quirlen. Aber dank Techniken wie Tone Mapping und anderen (dazu in Kürze mehr) kann man versuchen ein HDR-Foto wieder auf einem LDR-Medium (Low Dynamic Range) darzustellen.

Es ist wohl menschlich das sich HDR-Freunde und -Hasser schon geraume Zeit zanken, was denn nun die korrektere Darstellung der Realität sei. Freunde, all das ist mir gleich. Sollen andere Blogs HDR in den Himmel heben oder verteufeln, mögen noch so viele Podcaster ihre HDR-Weisheiten anbieten – mir ist’s wurscht.
Ich betreibe HDRI, inklusive Tone Mapping und anderen Techniken. Und wer wie ich an der Sache interessiert ist (und weniger an der Ideologie), mit dem teile ich im nächsten Blogpost meine ersten Erfahrungen mit einer Alternative zu HDR + Tone Mapping.

Inhalte der Serie "HDR-Fotografie"

  1. Von HDR, Tone Mapping und des Kaisers Bart
  2. Screencast: Warum HDR-Fotografie?
  3. Tool Friday: EnfuseGUI (Screencast)

Fotogalerien Bodypainting 2008 jetzt online

Donnerstag, 05. März 2009

Stimmt, es hat ein wenig gedauert. Aber nach all den Monaten und nachdem einiges von der Bilderflut des letzten Jahres abgearbeitet wurde sind die Gallerien jetzt endlich fertig.

2008-047d-collage04-e01-webgal.jpg

Ob ich 2009 auch wieder in Seeboden (Österreich) beim World Bodypainting Festival sein werde? Also nee, was für eine Frage …

World Bodypainting Festival 2008 - Paintings

Atemberaubende Körpermalerei auf 'lebender Leinwand' - Zeit der Weltmeisterschaften in 2008

39 Fotos

World Bodypainting Festival 2008 - Gesichter

Es sind Augen die einen anschauen, aber was ist aus den Gesichtern geworden?

16 Fotos

World Bodypainting Festival 2008 - Event

Lustiges, Erstaunliches, Künstler bei der Arbeit und Modells posen gemeinsam mit ihren Künstlern.

10 Fotos

 

Fotoprojekt? Klar, ein Print pro Woche.

Samstag, 14. Februar 2009

Fotoprojekte sollen Fotografen herausfordern, kreative Energien freisetzen, zum Fortschritt animieren oder zumindest zum Fotografieren. Du stellst Dich aber schon Deinen Herausforderungen, fotografierst regelmäßig und bist schon kreatriv?

2009-003d-0020-e02-webgal.jpg So geht es mir dieser Tage. Für’s laufende Jahr sind schon einige Projekte geplant, aber eines hat gefehlt. Jedes Jahr mache ich einige Tausend Fotos, mein Flickr-Portfolio füllt sich langsam aber es hängen kaum meine eigenen Bilder in meiner Wohnung oder anderswo.
Und was ist mit Fotobüchern, Motivtassen, T-Shirts mit Aufdruck, Moo-Cards und all dem Zeug? Gute Ideen zur Bildpräsentation gibt es reichlich und trotzdem finden digitale Bilder kaum aus dem Computer heraus.

Das wird jetzt anders: dieses Jahr werde ich jede Woche entweder mindestens einen Print machen oder eigene Fotos auf andere Weise in die reale Welt bringen (und nicht nur im Internet).

Manchmal will es einfach nicht gelingen

Sonntag, 11. Januar 2009

So wie beispielsweise mit dem GigaPan-Stitcher ein Weitwinkel-Panorama zu ‘nähen’. Ansonsten hätte dies (die Aufnahme ist ein Screenshot aus dem Stitcher) ein 100° mal 250° Panorama werden können.

2008-129d-0xxx-pano03-e01.jpg

Nach einigen Versuchen und Tuning an den Optionen muss ich wohl einsehen das diese Software Panoramen aus Einzelbildern mit Telebrennweite problemlos meistert, mit Einzelbildern in Weitwinkelbrennweiten aber erhebliche Probleme hat.
Das Ergebnis zeigt signifikante Stitchfehler an mindestens drei Stellen. Wird dann wohl eine längere Sitzung mit einem anderen Stitcher <seufz>.

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