Archiv für die Kategorie ‘Ausrüstung’

Tilt it, baby!

Mittwoch, 10. März 2010
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Gadget des Monats: Tilt-Adapter

Sonntag, 28. Februar 2010

Tilt- und Tilt-Shift-Objektive sind schon eine feine Sache. Durch geschickte Nutzung des Scheimpflug-Prinzips kann die Schärfentiefe vergrößert oder verkleinert werden (bspw. bei Fake Miniature). Besonders imposant wird es natürlich wenn der Effekt in Zeitrafferfilmen eingesetzt wird, wie denen von Keith Loutit.
Wenn es da nicht einen entscheidenden Nachteil gäbe: die hohen Investitionskosten.

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Mit Preisen meist jenseits der 1000,- Euro Schallmauer für eine entsprechende Festbrennweite machen es die großen Kamerahersteller vielen Hobbyisten nicht gerade einfach. Die Auswahl an Fremdobjektiven ist ebenfalls oft begrenzt.
Viel Geld für ein Objektiv das manuell fokussiert wird, an dem oft auch die Blende manuell einzustellen ist und das am besten vom Stativ aus eingesetzt wird. Das trifft allerdings auch auf die Hardware-Alternativen zu.

Klar, der Fake-Miniature-Tilt-Effekt kann auch per Software simuliert werden. Zwar sind die Aufnahmen oft als “nicht echte” Tilt-Aufnahmen erkennbar, beeindruckende Zeitrafferfilme gibt es aber auch mit dieser Technik (Bsp. The Sandpit von Sam O’Hare).

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Aber neben “teuer” und “Software-Fake” gibt es noch weitere Alternativen. Z. B. ein Mittelformatobjektiv (des größeren Bildkreises wegen) an einem Adapter für Kleinbild (D)SLRs.

2009-040d-0022-e01-dmgal Mittelformatobjektive sind in Brennweiten > 30mm für wenig Geld gebraucht zu bekommen, ein Adapter wie der meine von ARAX Foto schlägt mit ca. 100,- Euro zu buche. Der große Vorteil: für schmales Geld sind unterschiedlichste Brennweiten sehr leicht einsetzbar, auch an der Vollformat-DSLR. Nachteil: starke Weitwinkelobjektive mit großen Blickwinkeln kommen so leider nicht an die Kamera.

Die Arbeit mit dem Adapter macht richtig Spaß: um bis zu 8° stufenlos tiltbar, um 360° drehbar (rastet in 15° 30°-Schritten) und der mechanische Aufbau ist äußerst robust. In Kombination mit einem 50mm-Sonnar und einem 180mm-Tele hat sich der Adapter bei mir bereits bewährt
Es gibt die Adapter für unterschiedliche Kameraanschlüsse und (vom Hersteller AraxFoto) mit dem Bajonett für Pentacon-Six-Objektive. Ein Schmankerl: für die Pentacon Six wurden auch von Carl Zeiss (in der DDR) recht gute Objektive gebaut.

Die Rubrik “Gadget des Monats” ist ein Produktreview auf Basis eigener Erfahrungen, aus eigenem Antrieb.
Dieser Blogpost ist keine Werbung, kein Advertorial, kein verabredeter Produkt-Review. Es gibt nur eine Verbindung mit dem Hersteller bzw. dessen Vertriebspartnern: ich bin Kunde.

Inhalte der Serie "Gadget des Monats"

  1. Gadget des Monats: Sucherlupe
  2. Gadget des Monats: Tilt-Adapter

Gadget des Monats: Sucherlupe

Dienstag, 26. Januar 2010

Manuelles Fokussieren ist heute kein Spaß mehr. Das Sucherbild ist oft dunkel, klein, die Suchermattscheiben kaum zur Beurteilung der Bildschärfe tauglich. Auf dem Kameradisplay zeigen bestenfalls hohe Zoomfaktoren ob die Aufnahme scharf war oder nicht.

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Mit Autofokus und Blenden jenseits der 8 fällt all das freilich kaum ins Gewicht. Beim manuellen Arbeiten (z.B. bei der Makrofotografie, Panoramafotos, HDR-Aufnahmen oder Tilt-Shift-Objektiven) verzweifelt man beim betrachten der Bilder am heimischen Bildschirm schon mal. Ja, die eigene nachlassende Sehschärfe trägt ihren Teil zum Problem bei.

SONY DSC Dabei ist Abhilfe einfach: in kniffligen Situationen einfach die Sucherlupe andocken. Sie kann rotiert,  weggeklappt und feinjustiert werden.
Mein Exemplar ist mir bei einem Fotoflohmarkt neuwertig für EUR 40,- in die Hände gefallen (Originalzubehör des Kameraherstellers). Der Vergrößerungsfaktor ist 2,3 – damit sind sogar die Fresnellinien der Mattscheibe erkennbar. Beim bodennahen Arbeiten nimmt ihr großer Bruder, der Winkelsucher mit einklappbarer Sucherlupe, ihre Rolle als nützliches Zubehör ein.

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Inhalte der Serie "Gadget des Monats"

  1. Gadget des Monats: Sucherlupe
  2. Gadget des Monats: Tilt-Adapter

WBF 2009 – Kampf mit dem Bokeh-Monster

Mittwoch, 16. Dezember 2009

Oder auch: Warum ein lichtstarkes Objektive für viel Geld manchmal ziemlich bockig ist und wie man das Monstrum zähmt um damit gute Bilder zu produzieren.

2009-034d-0029-e01-dmgal

Was für’n Bock? Nein nein, es geht um Bokeh und Wikipedia definiert den Begriff so:

Bokeh (von jap. boke „unscharf, verschwommen“ [1]) ist ein in der Fotografie verwendeter Begriff, um die subjektive, ästhetische Qualität von unscharfen Gebieten in einer fotografischen Abbildung zu kennzeichnen, die von einem Objektiv projiziert werden. Es geht dabei nicht um die Stärke der Unschärfe, sondern darum, wie die Unschärfebereiche aussehen.

Wer ein Hohelied über das Bokeh im Allgemeinen hören will wird ja schon bei den Blognachbarn fündig (hier, dort, da, da auch). Auch an Blogposts über das richtige Stück Glas für’s schöne Bokeh herrscht aktuell kein Mangel (siehe bei kwerfeldein, zoomyboy, Martin Bailey).
Dafür geht es in diesem Artikel um die Frage warum sog. “Bokeh-Monstren” auch oft unscharfe Ergebnisse produzieren und wo die Ursachen liegen.

2009-034d-0024-e01-dmgal Bokeh-Monster? Ein Objektiv mit hauchdünner (kurzer) Schärfentiefe, am Fokuspunkt muss die Schärfe dann aber wirklich “knackig” sein.
Von Details  der Objektiv-konstruktion abgesehen gibt es ein paar einfache Faktoren die zu Unschärfe und damit Bokeh beitragen: mittlere bis lange Brennweite, hohe Lichtstärke (1.8, 1.4, 1.2, 1.0), mittlere bis kurze Aufnahmeentfernung. Wenn Bokeh eine Rollse spielt greife ich oft zu Brennweiten mit Offenblende 1.4, hier 50 und 85 mm Brennweite.

Wo liegt das Problem? Leider genau dort wo man es nicht vermutet: viele der Aufnahmen die mit einem Bokeh-Monster entstehen sind unscharf. Genauer: sie sind nicht dort scharf wo es dem Foto gut täte, häufig aber in bildunwichtigen Bereichen. Wie kommts? Bei mir haben die folgende n Punkte zum Problem beigetragen:

  1. Front- und Backfokus (auch lesenswert: Wonco)
  2. Falscher Motivteil fokussiert
  3. Autofokussystem der Kamera überfordert
  4. Schärfekontrolle im Sucher kaum möglich
  5. Fokus and Recompose

1. Front- und Backfokus: 2008-075S-0030-e01-webgal.jpg der Artikel von Wonco ist wirklich lesenswert und lässt kaum Fragen offen. Eigene Efahrung zum Thema: bei einem Objektiv konnte ich Frontfokus gerade noch nachweisen, für mich kein  Thema.

2. Falscher Motivteil fokussiert: ja kommt vor. Bei mir häufig aus Versehen oder in der Hitze des Gefechts. Übung und Erfahrung tragen zur Fehlermeidung bei.

3. Autofokussystem der Kamera überfordert: zu wenig Kontrast unter dem AF-Sensor, zu dunkel, der Sensor ist zu groß, zu langsam, …
Ein hochgezüchtetes AF-System ist kein akademischer Vorteil hier zahlt er sich praktisch aus. Durch die Bank finden sich die performantesten AF-Systeme eher im hochpreisigen Segment wieder. Schade, das wird aber meine zukünftige Kaufentscheidung beeinflussen.

4. Schärfekontrolle im Sucher kaum möglich: 2008-076S-0006-e03-webgal.jpg immer kleiner, dunkler und von vorne bis hinten gestochen scharf – der Blick durchs Sucherokular vieler DSLR ist enttäuschend. Besonders bei Crop-Sensor-DSLR ist das Problem technologisch kaum vermeidbar. Das Problem ist zwar meist nicht ursächlich für unscharfe Bilder, verhindert aber leider die Erkennung und Vermeidung.
Doch Abhilfen sind (manchmal) möglich: für viele Spitzenmodelle sind Suchermattscheiben speziell für die manuelle Schärfebeurteilung verfügbar, eine Sucherlupe kann beim entschleunigten Fotografieren ebenfalls helfen.
Bei meiner nächsten DSLR wird sich das in den Auswahlkriterien wiederfinden.

5. Focus and (then) recompose: 2008-095S-0018-e01-webgal.jpg das Prinzip ist simpel – mit dem besten (oft dem zentralen) AF-Sensor den bildwichtigen Motivteil fokussieren, Fokus festhalten und rekomponieren. Funktioniert extrem gut mit Weitwinkelobjektiven aber mit einem Bokeh-Monster …
Wer  häufig den Fokus statt auf den Augen des Motivs auf dem Ohransatz hat und schon einen Fall von Backfokus vermutet, der sollte mal einen der kritischen Blogposts zum Thema lesen (hier, hier ebenso, wie auch da und dort). Einzig Kamerahersteller Hasselblad scheint bisher daraus gelernt zu haben (siehe Heise und Hasselblad).
Eigenes Fazit: mit Schärfentiefe im Bereich von Millimetern, bei geringer Aufnahmeentfernung und deutlichem schwenken zwecks Recompose ist dieser Fehler signifikant. Focus und Recompose werde ich in solchen Situationen künftig seltener nutzen.

Wie zähmt man nun ein Fokus-Monster? Mein Vorschlag kommt dem ein oder anderen bekannt vor: Übung, Fehleranalyse und lernen (so wie oben beschrieben), weiter üben.
Ein Objektiv vom Schlag eines 1.4 / 85mmm reißt ein spürbares Loch in die Kasse, Übung im Umgang damit ist zwingend notwendig und verglichen mit den Anschaffungskosten unendlich preiswert.

Hast Du ähnliche Erfahrungen gemacht?
Bist zu zu den gleichen oder anderen Schlüssen gekommen?
Hat Dich der Artikel weitergebracht oder fehlt Dir etwas?

Den Sensor mit dem Objektiv austauschen …

Dienstag, 10. November 2009

Wir SLR-Fotografen sind schon gesegnete Menschen: das Objektiv wird mit einem kurzen Dreh einfach ausgetauscht, eine gewaltige Palette an Objektiven buhlt um die Gunst des Käufers und den Anschluss an der Kamera. Wenn das doch nur mit dem Sensor auch ginge …

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Nachdem Leitz das mit dem Leica Digital-Modul-R ausprobiert hatte (kommerziell wenig erfolgreich), RED bisher nur angekündigt hat und der Mittelformatmarkt für die meisten Hobbyisten zu hochpreisig ist, wird Ricoh das jetzt wohl mit der GXR wahrmachen.

Um was geht es? Naja, der Sensor ist einfach fest mit dem Objektiv verbunden und die gesamte Einheit kann gewechselt werden. In der Pressemitteilung heißt es:

Bei der Ricoh GXR geschieht der Objektivwechsel durch das Austauschen von Aufnahmemodulen, die mittels eines Schiebe-Anschlusses an der Kamerabasis angebracht werden. Objektiv, Bildsensor und Bildverarbeitungsprozessor sind jeweils Bestandteil der Aufnahmemodule. Daher gibt es im Kameragehäuse selbst keinen Bildsensor.
 
Dank kompakter Abmessungen und geringem Gewicht lässt sich die GXR überallhin leicht mitnehmen. Für Robustheit sorgt das Gehäuse aus einer Magnesium-Legierung. Durch das Austauschen der Module kann der Fotograf auf verschiedene Motivsituationen reagieren. Problemloser Objektivwechsel, atemberaubende Bildqualität und eine große Anwendungsbreite erfreuen dabei den Benutzer. Unendlich viele Möglichkeiten sind in einer kompakten Kamera verborgen – das revolutionäre GXR-System bringt Bewegung in die Fotowelt.
 
Markante Merkmale des Wechselmodul-Kamerasystems
1.    Die Aufnahmemodule beinhalten Objektiv, Bildsensor sowie Bildverarbeitungsprozessor und lassen sich passend zur Aufnahmesituation austauschen.
2.    Die weltweit kleinste und leichteste* Digitalkamera mit wechselbaren Objektiven.
3.    Großes Potenzial für Systemerweiterungen durch das Prinzip der Wechselmodule.

Weiter unten heißt es dann:

Das GXR Wechselmodul-Kamerasystem wird ab dem 04. Dezember 2009 erhältlich sein. Das GXR-Gehäuse kostet 459 Euro. Das Aufnahmemodul GR-Objektiv 2,5/50 mm MACRO (A12) wird für 670 Euro, das Aufnahmemodul RICOH-Objektiv 2,5-4,4/24-72 mm VC (S10) für 350 Euro erhältlich sein.

Offen gesagt graust mich der Gedanke das Objektiv fest mit dem Sensor zu verheiraten. Für mich wär’s nix, aber trotzdem wird die Ricoh GXR sicher ihre Freunde finfden. Was denkt Ihr?

WBF 2009 – Ausrüstung bequem tragen

Mittwoch, 21. Oktober 2009

Auch wenn die mitgeschleppte Fotoausrüstung unter zehn Kilo wiegt – nach einigen Stunden oder Tagen stellen sich Zwicken und Schmerzen ein und der Spaßfaktor geht auf Talfahrt.

2009-037d-0091-e02-dmgal Arktis Load Bearing System, zweckentfremdet zum Tragen der Fotoausrüstung (Kamera, 3 Objektive, 2 Strobes, Orbis mit Arm, Ersatzakkus, Reinigungsmaterial, Camelback 1,5 Liter)

Dabei muß das nicht so sein. Hersteller von Fototaschen und -rucksäcken launchen schier ständig neue Produkte die nicht nur versprechen das die Ausrüstung bequemer zu tragen, sondern auch schneller einsatzbereit sei. Selbst um den Kameragurt hat sich mittlerweile ein regelrechter Kult entwickelt.

Mit ein bißchen Nachdenken kommt man schneller zur passenden, sprich individuell passenden, Lösung. So sah mein Wunschzettel wie folgt aus:

  • es kommt nur die für diesen Einsatz nötige Ausrüstung mit, weniger ist mehr
  • die Kamera soll nicht am Nacken hängen und nicht ständig in der Hand gehalten werden müssen
  • Stromlinienform – Ausrüstung muss kompakt am Körper getragen werden, in einer Menschenmenge oder in engen Durchgängen hängen zu bleiben ist nicht lustig
  • ergo keine an der Hüfte / Seite getragene Tasche oder Kamera
  • jedes Stück Ausrüstung soll schnell greifbar sein, kein wühlen in tiefen Taschen
  • bis zu zehn Kilo Ausrüstung müssen auch über Stunden bequem getragen werden können
  • zusätzliches Gepäck (Kleidung, Verpflegung, etc.) soll auch noch getragen werden können, der Zugriff ist aber nur selten nötig

Zwar versprechen manche Rucksäcke die “mit einem Griff” vom Rücken vor die Brust gezogen werden die beste Lösung für viele dieser Probleme zu sein, ich selbst bin damit bisher aber nicht glücklich geworden.

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Fündig geworden bin ich bei einem Load Bearing System der Firma Arktis (Google-Futter: load (weiterlesen…)

WBF 2009 – Welche Ausrüstung mitnehmen?

Samstag, 12. September 2009

Drei Tage lang einen Event fotografieren, tagsüber im Sonnenlicht, nachts bei Konzerten und bei der Fluoro-Show, Face- und Bodypaintings als häufigste Motive. Tragbare Ausrüstung mit der ich mich gut auskenne. Also was nehme (nahm) ich mit?

2009-023d-0079-e01-dmgal.jpg Materialschlacht bei bestem Wetter

Nach der Erfahrung der beiden vorangegangenen Festivals war die Zusammenstellung der Ausrüstung nicht schwer und erwies sich am Ende als eine gute Wahl. Ein paar Rahmenbedingungen vorweg:

  • die gesamte Ausrüstung muss den ganzen Tag “am Mann” getragen werden, kein Koffer, kein Wägelchen hinter sich herziehen
  • schnelles Glas muss sein, süchtig nach geringer Schärfentiefe und Bokeh
  • ich bevorzuge Festbrennweiten
  • Schatten aufhellen ist unvermeidbar

Das Bild oben zeigt die Ausrüstungswahl anderer Fotografen. Bei diesem Ereignis gehe ich andere Wege, einige Anmerkungen zur Auswahl sollen auch nicht fehlen.

  • Objektiv 1.4 / 85 mm (Minolta G); kompakt, schnell, hauchdünne Schärfentiefe bei maximaler Öffnung – das Objektiv ist ein Traum, 95% der Bilder wurden damit gemacht; die Brennweite am Crop-Sensor ist mir allerdings (für die Bedingungen bei diesem Festival) zu lang
  • Objektiv 1.4 / 50mm (Sony);  klein, leicht, robust – das Objektiv wird oft unterschätzt, auch von mir
  • Objektiv 2.8 / 14mm (Sigma); hervorragend geeignet für ‘environmental portraits’ – leider kam es dieses Jahr nicht zum Einsatz
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  • Kamera: Sony alpha 350, DSLR mit Crop-Sensor (1.6), Anti-Shake in der Kamera; offen gesagt habe ich eine Vollformatkamera mit vollwertigen Bedienelementen hier schmerzlich vermisst (weiterlesen…)

DIY Photo Editing Keyboard – kann ich das auch?

Dienstag, 18. August 2009

Nachdem ich hier einen Kurzbericht über mein DIY Photo Editing Keyboard (auf Basis einer alten Kassentastatur) gepostet hatte, kamen hier und anderswo Meinungen auf wie: “das muss kompliziert sein”, “ich kann aber nicht programmieren” und Ähnliches.
Nun, meine Zeiten als Programmierer sind auch vorbei und hochkomplexe DIY-Projekte sind nicht mein Ding. Daher: seht selbst, anbei eine Schritt für Schritt Anleitung.

1. Welche Tastaur ist die richtige für mich?
Auf der Suche nach der passenden Tastatur gibt es drei Hauptkriterien:

  • USB oder PS/2 Anschluß?
    Windows-Desktop-Nutzer werden mit einem PS/2-Anschluß keine Probleme haben, Laptop-, Mac- und Linux-Freunden sei der USB-Anschluß empfohlen. Bei mir ist es PS/2, am Netbook per aktivem PS/2-nach-USB-Adapter. Am Netbook geht so der Betrieb, das Umprogrammieren der Tastatur klappt nur am Desktop.
    Annahme: beim Mac müsste sich die USB-Variante über Windows programmieren lassen. Bitte vorher beim Hersteller nachschauen oder googeln.
  • Wieviele Tasten?
    Alles zwischen 30 und 84 macht Sinn. Klar, die Spannweite reicht von 17 bis 192 Tasten, aber das ganze soll ja auch handlich bleiben. Ich habe ausschließlich 84er Kassentastaturen im Einsatz.
  • Welcher Hersteller?
    Mir fallen Preh und TiPro ein. Mit den Tastaturen von Preh habe ich gute Erfahrungen gemacht, ich wünschte meine normale Tastatur wäre so robust.
2009-033d-2004-e01-dmgal.jpg Links nach rechts: durchgeschleifter Tastaturport (USB), PS/2-Eingang, Anschluß Kartenleser

2. Tastatur beschaffen, am einfachsten gebraucht, per eBay.

3. Software von der Webseite des Herstellers herunterladen, readme lesen und installieren.

screen_2009-08-18a-e02-dmgal.jpg 4. Kassentastatur anschliessen, ggf. normale Tastatur am durchgeschleiften Port anschliessen. Normale Tastatur testen (Num-Lock, Caps-Lock, Rollen/Scroll). Kommunikation mit der Kassentastatur per Menüpunkt des Konfigurationstools testen.

5. Neues Tastatur-Layout erstellen, Tastatur-Typ eingeben (steht auf dem T.penschild, auf der Rückseite der Tastatur).

6. Die ersten Tasten belegen (bspw. Enter, Space, Escape, NumLock). Erstmal die Tasten nur in einer Ebene belegen, nur einfache Funktionen, keine Makros. Tastenbeschriftung im neuen Layout nicht vergessen.

screen_2009-08-18b-e01-dmgal.jpg 7. Layout speichern und an die Tastatur übertragen. Anschließend testen.

8. Tastenkappen beschriften. Mit Papier, Stift und Schere, ggf. mit Textverarbeitung und / oder Grafiksoftware, Drucker, …

Neue Ideen, was man auf den Tasten alles unterbringen könnte? Dann wiederholst Du einfach die Schritte 6 bis 8. Fertig wirst Du damit sowieso nie ;-)
Im Lauf der Zeit traust Du Dich automatisch irgendwann an Mehrfachbelegungen, komplexe Makros, und und und.

Shortcuts merken oder clever arbeiten?

Samstag, 15. August 2009

Eine Applikation für’s sortieren, bewerten und für die Massenbearbeitung und einen mächtigen Pixeleditor für die Feinarbeit. Endlose Funktionen und Menüs die schnell zum Irrgarten werden.
Gott-sei-Dank gibt’s Shortcuts / Tastenkürzel. Leider eben sehr viele davon und manchmal in zwei Programmen das gleiche Kürzel für zwei sehr unterschiedliche Funktionen. Der Ausweg für viele: eine Handvoll Tastenkürzel merken und den Rest über die Maus.

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Als Alternative verkaufen Firmen wie RPG zu einem horrenden Preis Spezialtastaturen und finden immer wieder Investitionswillige.
Als Markus Dollinger seinerzeit mit einem DIY-Projekt zeigte wie man sowas aus einer Kassentastatur selbst baut, da hab ich’s gleich nachgebaut.

Nach einem Jahr Arbeit mit diesem Selbstbau muss ich sagen: Wahnsinn, mein Workflow war nie schneller! Unter den individuell beschrifteten (und belegten) Tasten verbergen sich häufig benutzte Funktionen ebenso wie Makros für wiederkehrende Arbeiten.
Das geht sogar so gut, dass ich Software die den Adobe-Produkten in Sachen Usability merkbar hinterherhinkt (sprich: XnView und GIMP) einige Flausen ausgetrieben habe.

2009-033d-0008-e02-dmgal.jpg

Einige der Tätigkeiten (weiterlesen…)

Unboxing der Flip Mino HD

Mittwoch, 27. Mai 2009

So, hier wird also die Flip Mino HD ausgepackt. Nach meinen ersten Erfahrungen muß ich sagen: ein geniales kleines Gerät. Wenn dieser Blogpost erscheint bin ich schon auf einer kurzen Dienstreise nach Tschechien, mal schauen ob ich mit Videos zurück komme.

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