Erster Erfahrungsbericht Orbis Ringflash
Nach wenigen Wochen Inhouse-Erfahrungen mit dem Orbis, ist es nun Zeit für einen ersten Erfahrungsbericht.
Mechanische Qualität / Lieferumfang: der Aufbau ist genial und einfach, solide gefertigt und schafft Vertrauen das der Orbis auch ruppige Behandlung gut übersteht. Ob der mitgelieferte Beutel und der schmale Tragegurt bei mir (oder anderen) oft zum Einsatz kommen bezweifle ich.
Installation / Vorbereitung: der Blitz wird unten in den Orbis eingesteckt, per (TTL-)Kabel mit der Kamera verbunden und auf eine spezifische Brennweite eingestellt (entsprechend Begleitdokumentation oder nach Erfahrung). Das Objektiv wird durch die runde Öffnung im Orbis durchgesteckt und schon kann’s losgehen.
Verwendung: die Kombination Orbis und Blitz werden in der (linken) Hand gehalten, die Kamera mit der rechten Hand gehalten und bedient. Hört sich abenteuerlich an funktioniert aber anfangs recht gut.
Vorteile:
- die Leuchtquelle ist sehr flächig, verglichen mit dem Wettbewerb
- TTL-Betrieb möglich (nur abhängig vom Blitz)
- schneller Wechsel zwischen ‘at-camera’ und freier Führung des Orbis
- bei freier Führung resultiert eine Beleuchtung die der eines kleinen Beauty Dish ähnelt
- geringes Gewicht
- der Blitz ist schnell aus dem Orbis rausgezogen und off-camera einsetzbar
Nachteile:
- nach einiger Zeit rutscht der Blitz aus dem Orbis raus;
DIY-Projekt um das einfachst zu verhindern folgt in Kürze - bei Verwendung ‘at-camera’ wird das halten per Hand lästig;
DIY-Projekt um den Orbis fest mit der Kamera zu verbinden in Bälde - Montage des Orbis auf einem Stativ ist nur über den Blitzfuss möglich
In der Praxis: bisher wurde der Orbis von mir überwiegend für Sachaufnahmen eingesetzt, kaum in der Peoplefotografie.
In der Sachfotografie kann er voll überzeugen. Verglichen mit dem klassischen Beleuchtungsaufbau bei Nahaufnahmen ist der Orbis schnell, sein Licht weich, frei von Schatten aber nicht zu flach. Bei meiner Arbeitsweise ist das freie führen des Orbis teilweise lästig, weil:
- über ein 85mm-Objektiv passt der Orbis zwar drüber, nicht aber über die Streulichtblende; der resultierende Aufbau funktionert, ist aber recht wackelig
- den Orbis per Blitzfuss auf einem Stativ zu montieren ist mir zu riskant; bei zu hoher mechanischer Belastung bricht gerne der Blitzfuss (am Blitz) ab
Fazit: war die Investition wirklich ihr Geld wert? Keine Frage, auf jeden Fall! Das Licht von Ringblitzen ist nun mal phänomenal, verglichen mit alternativen Beleuchtungsaufbauten ist das Arbeiten mit dem Orbis sauschnell.
Zwar würden mich die Nachteile beim regelmäßigen arbeiten zur Weißglut bringen, aber mit einfachsten DIY-Projekten (dazu in den nächsten beiden Artikeln der Serie mehr) sind alle für mich relevanten Nachteile zu beheben.
Der Orbis ist sein Geld wert und ganz nebenbei ein sehr günstiger Einstieg in die Welt der Ringblitze.
Inhalte der Serie "Orbis Ring Flash"
- Der Ringblitz und der Orbis
- Erster Erfahrungsbericht Orbis Ringflash
- Photo-DIY: Orbis, halt den Blitz gut fest!
- Photo-DIY: der Orbis bekommt ein Rückgrat (1)
- Photo-DIY: der Orbis bekommt ein Rückgrat (2)
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Tags: DIY, Erfahrungsbericht, Orbis Ringflash
12. September 2009 um 17:26:57
[...] Orbis Ringflash mit Klammer und 5600 HSD; mit Blitzbelichtungskorrektur von -0,5 bis -1,0 ist der Aufhelleffekt ein Traum, aber selbst mit Klammer ist das in-der-Hand-halten mühsam und wacklig [...]