Projekt Bildkritik, Aufruf und Stöckchen werfen

Im Blogpost ‘Was ich satt habe‘ hatte ich ja u.a. den Vorschlag einer Bildkritik-Kette gemacht. A schickt B ein Bild zur Bildkritik, anschließend wirft C sein Stöckchen schickt B ein eigenes Bild zu C weiter …

Schnell meldeten sich manche, die dabei gerne mitmachen würden. Ein solches Projekt könnte gleich mehrere Fliegen mit einer Klappe schlagen:

  • Ein Fotograf stellt sich der Bildkritik bzw. -durchsprache
  • Ein Anderer fasst seine Gedanken in Worte
  • Jeder durchlebt beide Rollen, Kritiker und Kritisierter
  • Wer kommentieren möchte, der darf das tun
  • Wer mitmachen will meldet sich einfach
  • Anonymität ist möglich, solange es fair bleibt

Das erste Mal kritisiert zu werden oder fair zu kritisieren ist allerdings nicht immer einfach. Was darf man, was nicht, wie sage ich’s, wie organisiere ich so etwas (und halte es dann am Laufen) etc. Um mit dem Thema warm zu werden habe ich deswegen mal zum gemeinsamen Diskutieren und zur Materialsammlung ein Google Notizbuch eingerichtet.
Hier nun das Angebot für alle die mitmachen / mitlesen möchten:

  • das Notizbuch kann sich jeder anschauen
  • wer mitschreiben will und schon einen Google Account hat, der hängt unten seinen Kommentar ran oder schreibt eine Email und ich schalte ihn frei
  • wer keinen Google-Account hat oder möchte schreibt einfach einen Kommentar oder eine Mail

Na los, häng Dich einfach mit einem Kommentar oder Trackback dran. Beides ist unverbindlich und verpflichtet nachher nicht zur Beteiligung.

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11 Antworten zu “Projekt Bildkritik, Aufruf und Stöckchen werfen”

  1. Adrian Ahlhaus (7 comments) sagt:

    Hallo.
    Es scheint mir schwierig einheitliche Kriterien zu entwickeln, wenn keine Grundlage benannt ist, das Ziel der Bildkritik.
    Ein Bildredakteur oder Art Direktor hat es relativ einfach, die Verwertbarkeit eines Bildes steht im Vordergrund. Doch schon ein anderer Bildredakteur oder Art Direktor wird einen anderen Kundenstamm bedienen und die vorgelegten Bilder anders bewertet – aber eben auch die Chancen der Verwertung einschätzen, mit anderem Blick.
    Welchen Nutzen hat Bildkritik. Das ist hier die Frage. Ob’s edler im Gemüt … die kommerzielle Verwertbarkeit zu hinterfragen, der zeitlose, künstlerische Wert zu betonen sei oder die Anlehnung an den gegenwärtigen Ausstellungsbetrieb als Maßstab gilt?

  2. Uwe (76 comments) sagt:

    Ja, wer sich beruflich mit Bildkritik befasst hat’s wahrscheinlich leichter. Zielgruppe, Akzeptanzkriterien, der ‘Fit’ mit dem Rahmen der Werbekampagne – all das ist bereits definiert. Das macht es vielleicht einfacher (auch zielführender?) Bilder zu bewerten.

    Aber was ist mit all jenen unter uns, denen das ‘Eigentlich fotografiere ich ja nur für mich’ immer noch im Hirn steckt? Die als Fotografierende noch keine Vorstellung von Ihrer Zielgruppe haben?
    Jene, bei denen das Auslösen mehr mit Impuls und weniger mit ‘creative vision’ zu tun hat. Die gute Fotos machen möchten, ohne daß ihnen bewusst ist was ein Foto zu einem ‘guten Foto’ macht?
    Denjenigen, die verstehen wollen was einem Foto zur Wirkung verhelfen kann, die daraus als Fotograf lernen wollen, die Input suchen, die erstmal ihren inneren Kompass kalibrieren wollen (bevor sie eines Tages den Mut haben einfach der eigenen Nase zu folgen)?
    Was mit denen, die ein Bild unterbewußt ‘toll’ finden, ohne bewußt artikulieren zu können warum?

    Eine Checkliste mit Akzeptanzkriterien will auch ich nicht, aber warum denn nicht auch mal Anhaltspunkte nennen, die in der Bildkritik häufig auftauchen.
    Gesegnet sind die, die fair kritisiert werden – denn sie lernen oft daraus. Warum nicht Otto-Normal-Fotografen helfen die Angst vor der Kritik zu überwinden? Und zu lernen sich fair mit Fotos, Gemälden und weiß-Gott-was auseinanderzusetzen.

  3. Stefan Bucher (8 comments) sagt:

    Mir gefällt die Idee einer Bildkritik-Kette von Blog zu Blog und ich möchte auch gerne mitmachen. Denn damit wird der Austausch belebt und jeder Foto-Blogger/Foto-Bloggerin, der/die mitmacht, hat frischen Content im eigenen Blog. Mir würde eine solche Form reichen und ich denke, es braucht nicht eine eigene neue Website dazu.
    Über Ziel und Art der Kritik würde ich mir nicht zu viele Gedanken machen, sondern es mit einigen wenigen Grundregeln einfach mal laufen lassen.

  4. zoomyboy (5 comments) sagt:

    Hallo,

    Da ich mich mit deinem Artikel “Was ich satt habe” irgendwie angesprochen gefüllt habe, obwohl 50% meiner veröffentlichten Artikel “Bilder” sind, möchte ich einen Kommentar dazu abgeben.
    Da viele von uns Wordpress als Blogsoftware einsetzen, warum dann nicht die eh bereits vorhandenen Boardmitteln verwenden?
    Z.B: Jeder Teilnehmende Blog eröffnet eine Kategorie mit dem Titel: Bildkritik. In dieser Kategorie veröffentlicht dann der Autor sein Bild und gibt dieses zur Bildkritik frei. Die Bildbesprechung selbst findet über die Kommentar Funktion statt. Der Vorteil der Bildkritik Kategorie ist der, das dort alle Bilder gesammelt sind die man besprechen möchte und nur dort, weiter ist es möglich diese Kategorie per RSS-Feed zu Abonnieren, und man ist immer Informiert wenn ees neue Bilder gibt – einfach bei der Kategorie URL ein “/feed” anhängen.
    Zum besseren Überblick könnten die Teilnehmenden Fotoblogs eine Übersicht der Feeds zeigen – Ich habe mal schnell so eine Testkategorie und so eine Übersichtsseite erstellt: http://www.zoomyboy.com/fotoblogs-bildkritik-rss-feeds/

  5. Adrian Ahlhaus (7 comments) sagt:

    Auf der Seite von Thomas Tremmel (how to) zu seinem Text über Bildkritik hinterließ ich einen Kommentar, den ich als Beitrag zur Diskussion verstehe und hier einstelle:

    Unsicherheit
    angesichts enorm vieler Faktoren, die die Aufmerksamkeit fesseln können.

    Als Beispiele: Auch provokante-geschmacklose Bildteile können den Blick leiten -doch was ist das anderes als höchst subjektiv, zeitnahe Themen können als Subtext ein Bild verständlich machen und sehr wichtig erscheinen lassen -in 10 Jahren versteht das keiner mehr, das gilt auch für bevorzugte Sujets und Farben, die den Zeitgeschmack treffen -braune Pullover mit braunen, hellbraunen, gelben und schwarzen Streifen sind zur Zeit wohl nicht in Mode (70er Jahre)…
    Was ich aufzähle sind -so möchte ich meinen- sind wirksame Kriterium für Empfindungen, die die Sicht auf ein Bild ebenso steuern, wie dies die technischen Eigenschaften sind -Bildrauschen gegen Filmkorn gesetzt als Stilmittel ist es zur Zeit unbeliebt. Und wie bringt man das in eine Kritik ein?
    Der Text ist für mich ein Ansatz wie die Haltung in und zu einer Bildkritik sein kann und mit welchem Stil diese zu bewältigen möglich ist. Und es gefällt mir. – Es ist sicherlich ein Beitrag zur Diskussion, aber keine allgemeine Lösung. Eine Gruppe von Bildkritikern und -kritikerinen mag diesen Text als Vorbild für eigene Bildkritiken annehmen, und damit sogar stilbildend wirken. Verallgemeinern würde ich den Text nicht wollen.
    Chapeau für den Inhalt!

    Ich halte Tremmels Text für eine interessante Anregung. Oben wurde schon angeregt es bei einer kleinen Gruppe zu belassen. Das Prozedere wie veröffentlicht werden sollte scheint mir geeignet (Manfred von zoomboy). Die Kritiken der Gruppe könnten dem Publikum offen stehen.
    Adrian

  6. Steffen (26 comments) sagt:

    Der Vorschlag vom Manfred(zoomyboy) zum Thema Bildkritik gefällt mir sehr gut!

  7. Uwe Mayer (20 comments) sagt:

    An dieser Stelle schon mal vielen Dank für Eure Ideen, hier in den Kommentaren und im Google Notizbuch!
    Vorab scheint sich folgender Konsens abzuzeichnen: mehrere ‘Kritiker’ zu haben, bzw. jedem die Möglichkeit zu bieten sich per Kommentar zu beteiligen finde ich gut. Das jeder den Beitrag auf dem eigenen Blog hostet ist pragmatisch und bringt jedem beteiligten Blog Aufmerksamkeit. Zommyboy’s Vorschlag passt da sehr gut dazu. Ein zusätzlicher, gemeinsamer, blogübergreifender Feed hätte einen weiteren Vorteil – es weist Besucher auch auf andere teilnehmende Blogs hin.

    Zum weiteren Vorgehen:
    - am Samstag fasse ich den Zwischenstand zusammen und
    - formuliere einen Vorschlag …
    - … dem Ihr dann zustimmen / ablehnen / kommentieren könnt
    - ab Mitte / Ende nächster Woche könnten wir loslegen

    Hmmm, wer könnte denn ein Logo basteln? Wiedererkennungswert und so.

  8. zoomyboy (5 comments) sagt:

    Unter diesem Link: http://www.zoomyboy.com/fotoblogs-bildkritik-rss-feeds/
    habe ich einen möglichen Logo Vorschlag.

  9. susi (1 comments) sagt:

    Was ist draus geworden?

  10. Uwe (76 comments) sagt:

    @ susi: was daraus wurde habe ich Anfang des Jahres in einem Blogpost geschrieben: http://intermayer.com/2009/03/21/was-wurde-eigentlich-aus-projekt-bildkritik/

  11. Uwe (76 comments) sagt:

    @ susi: was daraus wurde habe ich Anfang des Jahres in einem Blogpost geschrieben: http://intermayer.com/2009/03/21/was-wurde-eigentlich-aus-projekt-bildkritik/

    Viele Grüße
    Uwe Mayer

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