Early Adaptors und neue Kameras
Es ist wie immer im Vorfeld einer der großen Fotomessen (in diesem Fall die Photokina): Hersteller heizen monatelang vorher die Gerüchteküche an, stellen drei bis null Wochen vor dem Event ihr neuestes Produkt vor und die Szene der Fotoblogger ist plötzlich ganz aus dem Häuschen.
Und der Zirkus, der sich um Kameras wie bspw. die Nikon D700 (ein willkürliches Beispiel) dreht, ist wahrlich atemberaubend. Profifotograf Scott Bourne, einer der Hosts von TWiP, erzählt wie er wegen der D3 und der D700 seine Canon-Ausrüstung über Bord wirft und zu Nikon überläuft, Canikon weiß gleiches zu berichten, der Fotopodcast Happy Shooting berichtet auch über die News und picspack kocht passend dazu das Thema “Vollformat- vs. Crop-Sensor” auf. Um nur ganz wenige (und nicht mal die unrühmlichsten) Beispiele zu nennen.
Das ist dann einer der Momente, in denen ich kurz das Haupt schüttele und mich dann entspannt zurücklehne. Klar, auch ich kaufe “neue” Kameras, von Zeit zu Zeit. Nur hat mich die Erfahrung gelehrt die grünen Bananen den Early Adaptors zu überlassen und selbst zu warten bis die Bananen reif für den Verzehr sind.
Damit umgehe ich dann die Stadien der überschwenglichen Freude, des “Jugend forscht”-Gefühls, des grenzenlosen Erstaunens, des Unglaubens, des Ärgers und komme direkt an dem Punkt an, wo ich die Ausrüstung als Werkzeug kennen- und zu schätzen lerne.
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