Smokin’ Rifle Shooting: Kamera unter Beschuß

Offene Hessische Meisterschaften im Westernschiessen, Phillipsburg am 31. Mai 2008. Die Idee bestand darin während des Wettbewerbs auf den Ranges (Schießstände) zu fotografieren - aus Sicht der Ziele und während scharf geschossen wird.

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Wer schon mal hinter einem Schützen stand weiß: da geht es laut zu und es fliegen manchmal auch die Fetzen (sprich: Teile der Projektile oder Schrotkugeln). Sich vor dem Schützen mit der Kamera aufzubauen war also keine gute Idee.

2008-037A-0030-e01-webgal.jpgGedanken für die Auswahl der Ausrüstung:

  • die Kamera sollte zwar zwischen den Zielen, …
  • … aber nicht in der Schusslinie positioniert werden,
  • es kam nur eine meiner alten Film-SLRs in Frage,
  • ein altes 50mm-Objektiv mit AF-Problemen war die Optik,
  • die Auslösung erfolgt per Funk,
  • als Schutz wird ein Stück Teppich, Pappe o.ä. verwendet,
  • es sollte Schwarzweiss-Diafilm eingesetzt werden.

Auch wer sich vorher gedanklich schon darauf eingestellt hat das Kamera, Objektiv und Fernbedienung dabei im schlimmsten Fall zerstört werden - ein wenig zaghaft ist man schon. Zaghaft heißt hier: die Kamera wird dann doch ein Stück weit weg von den Zielen aufgestellt, mit tiefem Standpunkt und weit weg von den Schrotzielen.

2008-035A-0035-e02-webgal.jpgGelernt habe ich dabei folgendes:

  • beim benutzten Agfa SCALA (gepusht auf ISO 400) auf die Schatten belichten (ca. eine Blende reichlicher)
  • den Bewegungsablauf des Schützen besser pre-visualisieren (bspw. durch die Arme verdecktes Gesicht des Schützen vermeiden)
  • den unruhigen Hintergrund vorher bedenken
  • Brennweiten zwischen 80 und 100mm einsetzen
  • egal ob mit Film oder digital: immer mit Filter
  • zögerliches positionieren der Kamera durch bessere Panzerung derselben vermeiden, ich arbeite bereits daran :-)

Eine Galerie mit Bildern dieses Tests findet sich hier. Danke nochmal an alle Frauen und Männer der Posse für Ihre Erlaubnis und Geduld.

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