Lightsphere im Vergleich

Samtweiches, schmeichelhaftes Licht bei traumhaft gleichmäßiger Verteilung? Gary Fong‘s Lightsphere verspricht wahre Wunder.

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Gehört hatte ich von Gary Fong’s Wunderwaffe schon – und angesichts des Preises und der Beispielbilder auf der Webseite gleich wieder abgewunken.

2008-001d-0041-webgal.jpg Doch dann bereitete ich mich auf ein neues Fotoprojekt vor und mußte ohnehin einige Kleinteile bei Gadget Infinity bestellen. Und schwupps, landeten zwei Lightsphere-Nachbauten auf meinem Einkaufszettel. Beide zusammen übrigens nicht mal so teuer wie eines der Originale.

Kaum eingetroffen mussten sich die beiden Diffusoren und ihr Zubehör dann einem Test stellen. Als Subjekt diente die Kochecke in meinem Wochentagsdomizil. Der Rest des ca. 4m * 4m großen Raumes ist mit weißer Rauhfaser tapeziert und es stehen einige dunkle Möbel (von vorwiegend warmer Farbe) drin. Also ein ideales Testfeld für …

Mein Use Case für die Lightsphere

Die Lightsphere wollte ich für kleine bis kleinste Räume, kurze Entfernungen von 1 bis 3m, Verwendung mit Blitz-TTL und sehr gleichmäßige Ausleuchtung auch für Weitwinkel und Ultra-Weitwinkelobjektive einsetzen.

Im Test treten gegeneinander an

Hier tritt ein chinesischer Nachbau der Lightsphere (also nicht das Original, aber täuschend ähnliche und gut verarbeitete Fakes) gegen den nackten Aufsteckblitz, den in der Kamera eingebauten Blitz sowie einen Omnibounce an.

Der Testaufbau

Die Kamera (Dynax 5) auf ein Stativ, Höhe des Objektivs auf ungefähr halber Raumhöhe, ungefähr in der Raummitte. Ausgelöste wird per Funk, 20mm-Weitwinkel (Vollformat), in der Nachbearbeitung wird etwas vom Rahmen der Bilder abgeschnitten (ca. 1/30tel der jeweiligen Kantenlänge). Der benutzte Kompaktblitz (5400 HS) leuchtet ohne Vorsätze bis maximal 24mm Brennweite aus, der eingebaute Blitz bis ca. 28 mm. Belichtungszeit 1/60tel Sekunde, Blende 5,6, die Raumbeleuchtung spielt keine signifikante Rolle.
Die Bilder wurden nur ausgerichtet und auf Webauflösung heruntergerechnet. Es erfolgte keine Tonwertkorrektur.

Das Ergebnis

Die Versprechungen auf der Webseite und der grenzenlose Optimismus von Gary Fong haben mich schon immer stutzig gemacht. Die Vermutungen bestätigten sich zum Teil. 

  • spezifischer Weißabgleich dringend notwendig
  • massiver Leistungsverlust (halbsphärische Abstrahlung statt 80° * 60°), die Gründe dafür liegen in der Physik
  • je nach Dome sehr weiche Beleuchtung
  • sehr gleichmäßige Ausleutung
  • die Lightsphere cloudy erzeugt noch wärmeres Licht
  • mit dem Chrome Dome ist der Leistungsverlust höher statt geringer
  • unkomplizierte Anwendung, die Teile sind robust und sauber gefertigt
  • mit TTL unkomplizierte Anwendung

Mein persönliches Fazit

Die Hinweise auf der offiziellen Webseite je nach Szenario die ISO auf 200, 400 oder gar 800 hochzudrücken sollte man ernst nehmen, der Leistungsverlust ist groß. Für meinen Use Case ist die Lightsphere dennoch außerordentlich gut geeignet, die Leistungsverluste bleiben dort im vertretbaren Rahmen.
Wie Hochzeits- und Peoplefotografen damit Wunder vollbringen wollen ist mir aber nicht wirklich klar.

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